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Präsentation zur Bürgerversammlung am 20.11.2012

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

leider mussten wir die am 20.11.2012 vorgestellte Präsentation wieder von der Website der Gemeinde Gemünden (Felda) entfernen, da der mit der Erstellung beauftragte Rechtsanwalt interveniert hat und wir aus urheberrechtlichen Gründen diese somit nicht weiter zur Verbreitung anbieten können.

Sollten Sie dennoch Fragen und Informationsbedarf hinsichtlich der Bürgerversammlung haben, steht Ihnen die Gemeindeverwaltung zu den gewohnten Öffnungszeiten gerne für Rückfragen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Lothar Bott
Bürgermeister

Baufortschritt OD Elpenrod

Gemünden/Elpenrod (ek). Die Baumaßnahmen im Rahmen der Ortsdurchfahrt werden wohl nicht in dem ursprünglich geplanten Zeitrahmen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Diese Vermutung haben die Anwohner schon einige Zeit, wenn sie den Fortschritt der Arbeiten vor ihrer Haustür beobachten.  Diese Vermutung wird inzwischen auch von allen Beteiligten bestätigt, wie auch im Rahmen einer Baustellenbesichtigung von Bürgermeister Lothar Bott und Gottfried Christen vom Ingenieurbüro Ohlsen. Bei der persönlichen Inaugenscheinnahme ging es um die Abnahme der installierten Wasserschieber vor der Einbringung des Asphaltes. In den nächsten Tagen soll dann die Asphalttragschicht von der Einmündung der Landesstra0e 3073 bis zur Brücke auf der Kreisstraße eingebracht werden. Die Gehwege sollen in diesem Bereich ebenfalls noch abschließend hergestellt werden. Danach wird die Baustelle winterfest gemacht, um die Belastungen und Beeinträchtigungen für die Anlieger in einem erträglichen Rahmen zu halten. Die Wasserleitungs- und Kanalbauarbeiten im Bereich der Kreisstraße ab der Brücke bis zum Ortsende sollen ebenfalls noch, soweit witterungsbedingt möglich, vor dem Wintereinbruch fertiggestellt werden. Die reinen Straßenbauarbeiten sollen dann im Frühjahr des kommenden Jahres ihren Abschluss finden. Die bestehende Vollsperrung der Ortsdurchfahrt bleibt bis zum Abschluss der Gesamtmaßnahmen aufrecht erhalten, wobei natürlich Anliegerverkehr in dem bisherigen Rahmen weiterhin möglich sein wird, so dass alle Anwohner gerade in den bevorstehenden Wintermonaten ihre Grundstücke zu Fuß und auch mit Fahrzeugen erreichen können.

Die Verzögerungen im Bauzeitplan waren offenbar unvermeidlich, wie entsprechende Rückfragen ergaben. So waren insbesondere im Untergrund, bei den Kanal- und Wasserleitungsarbeiten wesentlich mehr Arbeiten erforderlich, als ursprünglich geplant und vorhersehbar. Plante man beispielsweise ursprünglich einen Großteil der Kanalsanierung im sogenannten Inlinerverfahren vorzunehmen, so ergaben sich dann doch zum Teil erhebliche Wurzeneinwachsungen, die gerade beim letzten Stück des Kanals nach der Kurve Richtung Ortsende einen kompletten Austausch notwendig machten. (Foto: ek).   

 

neues Fahrzeug für den Bau- und Servicehof

Das Bild zeigt das neue Spezialfahrzeug mit angebautem Räumschild und Salzstreuer, sowie Bürgermeister Bott und Klaus Wöll bei der Schlüsselübergabe im Beisein von Volker König (Werksvertretung) und der Mitarbeiter des Bau- und Servicehofes.

Gemünden/Nieder-Gemünden (ek). Mit dem neuen Iseki TJ 75 konnte der Bau- und Servicehof der Gemeinde Gemünden am Donnerstagnachmittag ein echtes Allround-Fahrzeug in Betrieb nehmen, mit dem sich ein breites Spektrum anfallender Arbeiten abdecken lässt.

Von der zuständigen Iseki-Werksvertretung war Volker König gekommen, für die örtliche Firma deren Inhaber Klaus Wöll, sowie Bürgermeister Lothar Bott und die Mitarbeiter des Bau- und Servicehofes mit dessen Leiter Udo Richber an der Spitze. Zu den technischen Besonderheiten erläuterte Klaus Wöll die vielfältige Sonderausstattung mit der das neue Einsatzfahrzeug ausgerüstet ist. So verfügt der Spezialtraktor über eine Druckluftanlage, eine Fronthydraulik, eine Frontzapfwelle, über einen elektrischen Hubwerksregler und die Kabine ist mit Heizung und Klimaanlage ausgestattet. Hinzu kommt ein kraftvoller Allradantrieb und die Spezialbereifung für Winterdienst und Rasenpflege. Als zusätzliche Arbeitsgeräte wurden mit dem Fahrzeug angeschafft ein Schneeschild mit einer Arbeitsbreite von 2,30 Meter und einer Räumbreite von 1,90 Meter. Für die Rasenpflege kann ein Frontmulcher angebaut werden, der ebenfalls eine Arbeitsbreite von 1,90 Meter hat. Schließlich gibt es noch einen Salzstreuer mit 360 Liter Inhalt zur Montage am Fahrzeugheck, so dass in einem Arbeitsgang im Winterdienst geräumt und gestreut werden kann.

Das neue Spezialfahrzeug wird den bisherigen, im Bau- und Servicehof eingesetzten Iseki (deutlich kleinere Ausführung) ersetzen. Darüber hinaus ist das neue Fahrzeug so ausgelegt, dass es aufgrund der Zusatzgeräte und der Leistung vor dem Hintergrund weiterer Ersatzbeschaffungen einen großen Arbeitsbereich abdecken und die Geräteausstattung insgesamt sinnvoll ergänzen kann. Wie Bürgermeister Bott bei der Schlüsselübergabe weiter ausführte, belaufen sich die Gesamtkosten für das neue Fahrzeug mit den zusätzlichen Arbeitsgeräten auf rund 54.500 Euro. Froh sei er in diesem Zusammenhang darüber, dass alle politisch Verantwortlichen bei ihrer Entscheidung die Finanzmittel bereit zu stellen, dem Fuhrparkkonzept des Bau- und Servicehofes gefolgt sind und damit die Neubeschaffung erst möglich wurde. Begrüßt wurde vom Bürgermeister auch die möglich gewordene Vergabe des Auftrages an ein örtlich ansässiges Unternehmen. Dies erspare lange Wege im Falle eines Werkstattbesuchs und der Service sei bei der Firma Wöll bekanntermaßen ohnehin sehr gut. Seitens der Gemeinde und vor allem auch des Bau- und Servicehofes sei man froh darüber, dass die Anschaffung auf diesem Wege vergeben werden konnte.

Klaus Wöll dankte der Gemeinde für das entgegengebrachte Vertrauen, wünschte den Mitarbeitern des Bau- und Servicehofes reibungslose Arbeitseinsätze und viel Freude mit dem neuen Spezialgerät, sowie der Gemeinde vor allem wenig Reparaturen. Im Anschluss an die Schlüsselübergabe an Bürgermeister Bott erfolgte für die zukünftigen Mitarbeiter, die das Fahrzeug im Einsatz fahren werden, eine technische Einweisung durch Volker König von der örtlich zuständigen Werksvertretung . (Foto: ek).

Karnevalbeginn in Ehringshausen

Das Foto zeigt die närrische Schar die bei Ortsvorsteher Günther Rühl (Bildmitte) die Schlüsselgewalt für die kommenden Monate übernahm. (Foto: ek).

Gemünden/Ehringshausen (ek). Ortsvorsteher Günther Rühl kapitulierte am Sonntag um 11:11 Uhr ohne große Gegenwehr angesichts der großen Narrenschar, die von ihrem „Basislager“ im Sportheim die Hauptstraße entlang zum „Amtssitz“ des Ortsvorstehers gezogen war. Mit großem Gefolge übernahmen damit auch in Ehringshausen mit Beginn der „fünften Jahreszeit“ die Narren die Macht. Ganz unvorbereitet kam dieser Ansturm für den langjährigen Ortsvorsteher natürlich nicht, hat er doch inzwischen in dieser Sache eine große Erfahrung. Bei gutem Wetter gab es für das Dreigestirn und sein Gefolge gut temperierten „Kabänes“. Das traditionelle Getränk zum Karneval, eiskalt serviert, wurde zunächst von dem Gefolge intensiv probiert, bevor die Tollitäten sicher sein konnten, dass ihnen keine Gefahr drohte. Das Dreigestirn Bauer (Werner Schmelz), Jungfrau (Diane Beckmanns) und Prinz Ingo der I.(Ingo Schmid) hatten natürlich auch das Kinderdreigestirn mit Jungfrau (Angelique König), Bauer (Lenhart Rechmann) und Prinz (Justin Seipp) mitgebracht, ebenso wie Funkenmariechen (Yvonne Scherer), eine Abordnung der Garde und Gefolge.

Prinz Ingo der I. verkündete im weiteren Verlauf das neue Motto der aktuellen Faschingskampagne: „hammer dat Gefühl, dat mer noch lääve“. Nach der symbolischen Schlüsselübergabe gab es den zuvor vom Gefolge geprüften und als „trinkbar“ festgestellten „Kabänes“ zur Verköstigung , was von der Narrenschar mit großem Helau begrüßt wurde. Im Anschluss wurde dann in der Gaststätte „Eckstein“ von den Narren zünftig in die „fünfte Jahreszeit“ gefeiert. Wichtige Termine in der aktuellen Faschingssaison sind nach den Worten von Bauer Ingo der 12.01.13, wo eine große Narrenschar zum „Dämerschoppen“ nach den närrischen Freunden in Alach (Thüringen) fahren wird. Mitfahrwünsche können sowohl in der Gaststätte Eckstein, als auch im Sportheim angemeldet werden. Am 27.01.13 beginnt um 14:11 Uhr der Seniorenfaschingsnachmittag und am 03.02.13 ist im Sportheim Kinderfasching angesagt. Die traditionellen „Kappenabende“ sind am 08. und 09.02.13, sowie der große Straßenumzug dann am Faschingsdienstag 12.02.12.

 

Einweihung Jugendraum Burg-Gemünden

Schlüsselübergabe im neuen Jugendraum im DGH in Burg-Gemünden an den Vorsitzenden der Burschenschaft „Burgkameraden“ Jan-Philipp Stein. Von links auf dem Bild: Beisitzer David Jensen, Vorsitzender Jan-Philipp Stein, Bürgermeister Lothar Bott, Ortsvorsteher Fritz Wittchen, Landrat Manfred Görig und Architekt Karl-Dieter Schnarr

Gemünden-Burg-Gemünden (eva).   Mit dem neuen Jugendraum im Dorfgemeinschaftshaus  in Burg-Gemünden,  wurde am Samstag ein Erfolgsprojekt eingeweiht. Denn unter dem Motto „Was lange währt, wird endlich gut“, ist in dreijähriger Bauzeit unter erheblicher Eigenleistung, ein Schmuckstück, oder wie Architekt Klaus-Dieter Schnarr es in seiner Ansprache bei der Einweihungsfeier  nannte, ein „Große-Klasse-Ding“, entstanden.

Mit den Worten „Ich bin stolz als Vertreter der Burschenschaft heut hier stehen und den neuen Jugendraum präsentieren zu können“, eröffnete der Vorsitzende der Burschenschaft „Burgkameraden“, Jan-Philipp Stein, am Samstag im Burg-Gemündener Dorfgemeinschaftshaus die Einweihungsfeier, zu der er im Besonderen auch Landrat Manfred Görig, Bürgermeister Lothar Bott, den Architekten des Projektes, Klaus-Dieter Schnarr, den Vorsitzenden der Gemeindevertretung Karl Pitzer, Ortsvorsteher Fritz Wittchen und Vertreter der gemeindlichen Gremien, begrüßen konnte.

Stolz, so Jan-Philipp Stein, sei man vor allem auch auf den hohen Eigenleistungsanteil an dem Projekt, welches  noch im Rahmen der  Burg-Gemündener Dorferneuerungsmaßnahme abgewickelt wurde. Dementsprechend dankte Stein auch dem Land Hessen sowie der Gemeinde Gemünden für die Unterstützung und den vielen freiwilligen Helfern aus der Burschenschaft und aus dem Dorf für die vielfältige und tatkräftige  Mitwirkung bei der Fertigstellung des überaus gelungenen Objektes. Ein ganz besonderes Lob richtete er dabei an Burschenschaftsmitglied  Dennis Schneider, der sehr viele freie Stunden und Tage  für die Fertigstellung geopfert habe und darüber hinaus auch organisatorische Aufgaben wahrgenommen hätte. Jan-Philipp Stein informierte, dass der Reinerlös aus den Einnahmen der Einweihungsfeier dem Kindergarten „Siebenstein“ zugute kommen werde Aus diesem  Grund habe man auch noch Spendentöpfe aufgestellt und er richtete den Appel an die Gäste: „Seid nicht so geizig“, wobei er schmunzelnd hinzufügte, seien doch die jetzigen Kindergarten Kinder auch gleichzeitig die potentiellen zukünftigen Burschenschaftsmitglieder.  

Bürgermeister Lothar Bott bezeichnete es als Ehre, nach langer Bauzeit nun die Einweihung des Jugendraumes feiern zu können und schloss sich dem Dank seines Vorredners in Bezug auf die vielen freiwilligen Helfer  an. Im Laufe der Bauzeit seien die Burschenschaftsmitglieder mit ihren Aufgaben gewachsen. Zwar habe sich aufgrund  der in erheblicher Eigenleistung durchgeführten Arbeiten die Bauzeit verlängert, doch sei man dadurch auch im Kostenrahmen geblieben. Die ursprünglich angesetzte Bausumme von 150.000 Euro, sei zwar  im Hinblick auf die Neugestaltung der Außenanlage zwischenzeitlich  auf 190.000 Euro angehoben worden, doch per Saldo sei nun alles, inklusive der Außenanlagen, bei dem zuerst veranschlagten Betrag von knapp 150.000  Euro geblieben.  „Wir sind froh, dass es gelungen ist, auch im größten Ortsteil von Gemünden den Jugendlichen  Räumlichkeiten zur Verfügung stellen zu können, die ehrenwert sind“, betonte Bott. Habe man vor dem Umbau die Räumlichkeiten im Untergeschoss des Dorfgemeinschaftshauses gesehen, sei das nun so positive Ergebnis nur schwer vorstellbar gewesen. (Wovon sich die Gäste während der Einweihungsfeier im Rahmen einer Powerpoint-Präsentation überzeugen konnten).  Daher hoffe er, dass das,  was die Jugend selbst geleistet habe, nun auch Ansporn für sie   sein möge, die Räume stets in Ordnung zu halten. Im Hinblick auf eine finanzielle Zuwendung zur Einweihungsfeier, sagte Bott zu, für jeden neunten Euro Reinerlös einen weiteren Euro drauf zu legen,  was natürlich allgemein mit Freude zur Kenntnis genommen wurde.  

Landrat Manfred Görig zeigte sich zufrieden  darüber, dass nach Aussage einer kürzlich erstellten Studie, die Jugendlichen gerne in Gemünden leben würden. Das erfreue ihn als Landrat besonders, da durch die hohe Fluktuation im Vogelsberg gerade die Jugendlichen ein wichtiger Baustein der Bevölkerung seien.

Es sei toll, dass sich in Gemünden die Jugendlichen und die Erwachsenen gut verstehen und gegenseitig schätzen würden und er beglückwünschte Bürgermeister Bott zu der intakten Gemeinschaft von Jung und Alt,  auf die er stolz sein könne und die letztendlich auch maßgeblich dafür verantwortlich sei, dass keiner aus Gemünden weg wolle.

Nicht minder  trage dazu auch das intakte Vereinsleben in den Dörfern bei. Ob Kultur, Sport oder soziale Gesichtspunkte, die Leistungen der Vereine würden die Lebensbedingungen der Bevölkerung in den Dörfern auf  positive Weise beeinflussen. Daher habe der Kreisausschuss vor Kurzem die Vereinsförderrichtlinien des Vogelsbergkreises dahingehend geändert, dass sich zukünftig Sport-, Jugend- und allgemeine Vereinsförderung unter einem Dach  befinden und ab 1. Januar 2013,  auch anerkannten Jugendgruppen für bestimmte Aufgaben Mittel zur Verfügung stehen würden.  

Ortsvorsteher Fritz Wittchen zeigte sich erfreut darüber, wie hervorragend der Jugendraum gelungen sei und dankte im Namen des Ortsbeirates Burg-Gemünden den politischen Gremien für ihre Entscheidung pro Jugendraum sowie den Jugendlichen und  den zahlreichen freiwilligen Helfern, die mit ihrer beträchtlichen Unterstützung zum Gelingen des Projektes beigetragen hatten.

Ebenso sprach der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Karl Pitzer, den Jugendlichen  ein ganz dickes Lob für ihre Leistung aus. Wünschenswert sei es, dass der Jugendraum auch zukünftigen Generationen erhalten bleibe. Denn  Jugendliche benötigten einen gemeinschaftlichen Raum zur Kommunikation, gemäß dem Sprichwort: „Nicht da ist man daheim, wo man seinen Wohnsitz hat, sondern da, wo man verstanden wird“.

In weiteren Grußworten gratulierten  Ralf Schneider (SPD),  Klaus-Dieter Jensen (UBL), und Walter Momberger (BGG) sowie örtliche Vereine und Firmen  den Jugendlichen zu ihrem neuen Domizil im Dorfgemeinschaftshaus, wobei Klaus-Dieter Jensen noch einmal daran erinnerte, dass zunächst auch in Betracht gezogen worden war, den alten Jugendraum auf dem Festplatz in Burg-Gemünden durch ein Stockwerk zu erweitern. Doch dann habe sich glücklicherweise die Idee, den Jugendraum im DGH neu einzurichten durchgesetzt, was zwar letztendlich einen erheblich größeren Arbeitsaufwand zur Folge gehabt, sich aber im Endeffekt mehr als gelohnt habe. Die besondere Leistung, die dabei erbracht wurde sei einfach die, dass die Jugendlichen über einen langen Zeitraum an der Sache drangeblieben seien (wovon er als Vater eines Vorstandmitgliedes der Burschenschaft „ein Lied singen“ könnte).

Walter Momberger bezeichnet die Einrichtung der Jugendräume in der Gemeinde als eine wahre „Erfolgsgeschichte“. Die Jugendlichen seien sehr engagiert und im Dorfleben voll integriert und in Gemünden stehe man nicht den Problemen wie in anderen Regionen gegenüber, wo Jugendräume wegen Vandalismus geschlossen werden müssten.

Auch er sei froh, so Architekt Klaus-Dieter Schnarr, dass die Variante, den neuen Jugendraum im Dorfgemeinschaftshaus zu integrieren, realisiert wurde.  Nun seien die Jugendlichen mitten im Ort, denn es sei wichtig, dass die Gemeinschaft Burg-Gemünden zusammenhalte und dadurch die Jugend im Dorf bleibe und sich wohlfühle.

Nach dem offiziellen Teil und nachdem Vorsitzender Jan-Philipp Stein, Bürgermeister Bott und Landrat Görig mit dem Durchschneiden des obligatorischen Bandes den Weg freigemacht hatten, konnten sich die Gäste von dem.  nach Architekt Schnarrs Worten „Große-Klasse-Ding“,  selbst ein Bild machen und gemeinsam mit den „Burgkameraden“ die neuen Räume gebührend einweihen.

Mit dem Überreichen eines Präsentkorbes bedankte sich Jan-Philipp Stein (rechts im Bild) im Namen der Burschenschaft „Burgkameraden“ bei den ehrenamtlichen Helfern (soweit sie bei der Einweihungsfeier anwesend waren), für ihren unentgeltlichen Arbeitseinsatz beim Bau des neuen Jugendraumes.
Mit dem Durchschneiden des obligatorischen Bandes, gaben (v.l.:) Jan-Philipp Stein, Bürgermeister Lothar Bott und Landrat Manfred Görig, den vielen Gästen den Weg in den neuen Jugendraum im DGH in Burg-Gemünden frei

Einladung zur Auftaktveranstaltung SILEK

Gemünden (ek). Die Gemeinde Gemünden (Felda) lädt alle Bürgerinnen und Bürger zur Auftaktveranstaltung des SILEK Gemünden (Felda) ein und fordert zur aktiven Mitgestaltung im SILEK-Prozess auf.

Der von der Gemeinde ins Leben gerufene SILEK-Prozess mit den Schwerpunktthemen „Agrarstruktur incl. Landschaftspflege)“, „Freizeit und Naherholung“ sowie „Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz“ wird nun mit einer öffentlichen Auftaktveranstaltung gestartet. Hinter SILEK verbirgt sich ein Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept mit räumlichem und thematischem Schwerpunkt. In diesem Prozess werden Perspektiven entwickelt und konkrete Maßnahmen formuliert, die der Verbesserung der Agrarstruktur sowie der Sicherung und Weiterentwicklung der Gemeinde als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturraum dienen.

Das SILEK wird in enger Kooperation mit der Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation, den zuständigen Fachbehörden und örtlichen Experten sowie dem beauftragten Büro Grontmij (Koblenz) entwickelt. Darüber hinaus ist aber insbesondere die Mitarbeit der Gemündener Bürgerinnen und Bürger gefragt, die sich in Arbeitskreisen und Projektgruppen einbringen können.

Die Gemeinde Gemünden (Felda) lädt alle Interessierten zur öffentlichen Auftaktveranstaltung am Dienstag, dem 30. Oktober 2012 um 19.00 Uhr
in das DGH nach Burg-Gemünden ein.

Im Rahmen der Auftakt-Veranstaltung wird über den Ablauf des SILEK-Prozesses informiert und erste Überlegungen aus einem Vorbereitungsworkshop vorgestellt. Im zweiten Teil der Veranstaltung haben alle Teilnehmer die Möglichkeit, in einem offenen „Markt der Ideen“ ihre Anregungen und Ideen einzubringen und diese zu diskutieren.

Alle Interessierten sollten die Gelegenheit nutzen, sich auf der Auftaktveranstaltung zu informieren und ihre Ideen beizusteuern. In den drei Themenschwerpunkten geht es unter anderem um folgende Fragestellungen:

„Agrarstruktur (incl. Landschaftspflege)“, „Welche Entwicklungsabsichten, Wünsche oder Probleme haben die Landwirte?“, „Wie werden die Flächenstrukturen aus landwirtschaftlicher Sicht bewertet?“, „Gibt es Verbesserungsbedarf beim Wegenetz? (Ausbau oder auch Rückbau)“, „Welche Flächen eignen sich für eine ökologische Aufwertung?“. „Freizeit und Naherholung“, „Wie kann das Wanderwegeangebot verbessert werden?“, „Wo sind Lückenschlüsse bei Radwegeverbindungen sinnvoll?“, „Wie kann die Landschaft besser erlebbar gemacht werden?“. „ Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz“, „In welchen Gewässerabschnitten besteht Entwicklungsbedarf?“, „Wo gibt es akute Hochwasserprobleme und wie kann diesen begegnet werden?“, „Wie kann Gewässerentwicklung gleichzeitig zum Hochwasserschutz beitragen?“.

 

Für Rückfragen zum SILEK stehen die Ansprechpartner bei der Gemeindeverwaltung bzw. dem beauftragten SILEK-Büro Grontmij GmbH zur Verfügung. Gemeinde Gemünden (Felda): Iris Rohrbach, 06634-9606-20, bauamt(at)gemuenden-felda.de, Grontmij GmbH: Beatrix Ollig 0261-30439-41, beatrix.ollig(at)grontmij.de, sowie Harald Wedel 0261-30439-27, harald.wedel(at)grontmij.de

 

40. Jahre Gemünden - Ein gelungenes Event

Gemünden/Nieder-Gemünden (ekö). Optimale äußere Bedingungen, großartiges Engagement aller Beteiligten und begeisterte Besucher bildeten die Eckpunkte einer eindrucksvollen und rundum gelungen Feier anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Großgemeinde Gemünden am Sonntag in und rund um die Mehrzweckhalle. War der Besucherstrom am Morgen zur offiziellen Eröffnung der Feierlichkeiten eher noch gering, so setzte am Mittag, mit dem Ende des ökumenischen Gottesdienstes in der katholischen Kirche in unmittelbarer Nachbarschaft ein regelrechter Run auf die Veranstaltung ein.

In seiner kurzen Begrüßungsrede zur Veranstaltungseröffnung hatte Bürgermeister Lothar Bott auf die vielfältigen Vorarbeiten und das besondere Engagement aller beteiligten Vereine, Verbände und Gewerbetreibenden hingewiesen. In besonderem Maße hob er den Kulturverein mit dessen Vorsitzenden Karl Pitzer hervor, hatte der Verein doch die Koordination, Organisation und abschließende Programmgestaltung übernommen. Eingebracht in die Feier hatten sich zahlreiche Vereine aus Gemünden, aber auch Kunst und Kultur waren vertreten, wovon sich die unzähligen Besucher ein umfassendes Bild machen konnten. Engagierte Bürger aus der Gemeinde präsentierten ihre bunten und sehr unterschiedlichen Hobbys, die die breite Vielfalt persönlicher Vorlieben und Neigungen eindrucksvoll unterstrichen. Zahlreiche Gewerbebetriebe und Gewerbetreibende hatten die Möglichkeit genutzt, um sich in diesem Rahmen einer breiten Öffentlichkeit vorstellen zu können und damit zugleich auch auf die gewerblichen Möglichkeiten und die Leistungsfähigkeit heimischer Wirtschaft vor Ort hinzuweisen. Daneben gab es auf dem Freigelände eine umfassende Gerätepräsentation der freiwilligen Feuerwehren aus allen Ortsteilen, die ihre Ausrüstung dem interessierten Publikum vorstellten und gerne auch detaillierte und sachkundige Erklärungen gaben. Ebenso hatten die Gäste reichlich Gelegenheit sich mit dem Fahrzeugbestand des kommunalen Bau- und Servicehofes vertraut zu machen, dessen Vorstellung ebenfalls immer gut besucht war. Hinzu kamen vielfältige Angebote für die zahlreichen Kinder, von Spielen bis hin zum Kinderschminken oder Torwandschießen für einen guten Zweck. Während einige Vereine viel beachtete kulinarische Spezialitäten präsentierten, stellten andere ihre Vereinsarbeit umfassend vor, wie beispielsweise die DRK-Ortsvereinigung. Die Beschäftigen der kommunalen Verwaltung waren aus Anlass des Jubiläums mit einheitlichen T-Shirts ausgestattet worden. An einem Infostand der Gemeindeverwaltung direkt am Eingang in die Halle konnten sich die Gäste über die Angebote an diesem Tag informieren, hatten daneben aber auch Gelegenheit noch vorhandene Exemplare des Heimatbuches und eines Bildbandes aus Nieder-Gemünden zum Schnäppchenpreis zu erwerben. Wer dem dichten Gedränge in der Mehrzweckhalle entgehen wollte hatte dazu auf dem Freigelände ebenso eine Möglichkeit, wie bei einem Abstecher in den angrenzenden Kindergarten „Siebenstein“, der an diesem Tag ebenfalls seine Pforten geöffnet hatte. 

Während der gesamten Dauer der Veranstaltung präsentierten sich zahlreiche Vereine und Gruppen auf der Bühne, unterhielten mit Tänzen, Liedbeiträgen und kurzweiligen Darbietungen. Einen schwierigen Stand hatten Karl Pitzer und Bernhard Schenck zu Schweinsberg, sowie im weiteren Verlauf Bürgermeister Lothar Bott und das Pfarrerehepaar Schill / Kadelka, bei ihren Vorträgen zu einem geschichtlichen Rückblick auf 40 Jahre Gemünden, beziehungsweise zu einem Ausblick auf die Weiterentwicklung der Gemeinde. Ein sehr hoher Geräuschpegel in der Mehrzweckhalle und hunderte von Besuchern in den Gängen bei den Infoständen die sich unterhielten, machte es den Vortragenden auch mit dem Mikro schwer sich akustisch durchzusetzen. Gleichwohl erfuhren die Zuhörer in Bühnennähe viele interessante Details aus der Vergangenheit und zum Entstehen der Großgemeinde, sowie später auch zu den Chancen der zukünftigen Entwicklung.

Insgesamt, so war immer wieder von Besuchern der Veranstaltung zu hören, ein gelungenes Event, eine Begegnungsstätte für Jung und Alt und eine großartige Bühne sich ein Bild von der Gemeinde, seinen Vereinen und wirtschaftlichen Unternehmen zu machen. Mit diesem großartigen Engagement muss niemand Bange sein, dass Gemünden auch zukünftig eine Chance im Angesicht des demografischen Wandels hat. (Fotos: ekö).

Seniorenausflug 2012

Gemünden (ek). Zum diesjährigen Seniorenausflug der Gemeinde starteten dieser Tage bei herrlichem Wetter zahlreiche Teilnehmer aus den Gemündener Ortsteilen zu einer erlebnisreichen Busfahrt. Von der Gemeindeverwaltung war auch in diesem Jahr wieder ein kurzweiliges und zugleich auch interessantes Programm zusammengestellt worden, das die Senioren mit dem Bus in die Eifel zunächst nach Andernach führte. Dort begann das eigentliche Programm mit dem Besuch des neuen „Geysir Andernach Erlebniszentrum“. Auf Entdeckertour gingen die Gemündener Gäste, wobei sie viel über das Naturphänomen des Kaltwassergeysirs erfuhren. Interaktive Exponate, Experimentierstationen und Medieninstallationen ermöglichten in dem Zentrum einen neuen und faszinierenden Zugang zu dem naturwissenschaftlichen Phänomen. Virtuell fuhren die Gäste 4000 m unter die Erde, denn dort befindet sich der Ursprung des Geysirs: CO2 vulkanischen Ursprungs, das hier aus einer Magmakammer entweicht und später auf den zweiten Bestandteil, das Grundwasser, stößt. Die Besucher konnten dabei ein CO2  Molekül auf seinem facettenreichen Weg aus dem Erdinneren bis zur Wasserfontäne des Geysirs begleiten und erleben dabei mit allen Sinnen, was unter der Erde geschieht, bevor der Geysir ausbricht. In der Folge ging es dann mit dem Schiff zum richtigen Geysir auf der Halbinsel „Namedyer Werth“. Dort, inmitten eines faszinierenden Naturschutzgebietes erlebten die Senioren den höchsten Kaltwasser-Geysir der Welt, in dessen Nähe sie die Urgewalt der Natur hautnah zu spüren bekamen. Wer sich nahe genug an die majestätisch hohe Wasserfontäne herantraute konnte dabei das besondere Wasser des Geysirs riechen und sogar schmecken.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen in Andernach ging die Fahrt weiter nach Maria Laach, zu dem berühmten Kloster am Laacher See. Dort bestand die  Möglichkeit das Kloster  und die Gärtnerei zu besichtigen, oder aber sich auf der Sommerterrasse mit Kaffee und Kuchen zu stärken. Am späten Nachmittag ging es dann wieder zurück in heimatliche Gefilde.

Eine durchweg gelungene Ausflugsfahrt, so die einhellige Meinung der Senioren, die auch von Bürgermeister Bott begleitet wurden. Das Foto entstand vor dem Kloster Maria Laach. (Foto: ek).

40. Jahre Gemünden (Felda)

Das Programm zum Jubiläum

Vor 40 Jahren entstand Gemünden/Felda im Rahmen der in Hessen damals durchgeführten Gebietsreform aus den bis dahin selbstständigen Gemeinden Nieder-Gemünden, Burg-Gemünden, Ehringshausen, Elpenrod, Hainbach, Rülfenrod und Otterbach. Auf die Geschichte geht das Programm in der Mehrzweckhalle natürlich näher ein, der geschichtliche Rückblick unter der Überschrift „40 Jahre Gemünden“ erwartet die Besucher um 12:45 Uhr. Zuvor findet um 11:00 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst in der benachbarten katholischen Kirche in Nieder-Gemünden unter Mitwirkung der Gesangsgruppe „Adonai“ statt. Eröffnet werden die Feierlichkeiten in der Mehrzweckhalle um 10:00 Uhr. Gespannt sein darf man auch auf das Angebot „Was wird aus Gemünden?“, ein Blick in die Zukunft, an dem Gäste ab 13:00 Uhr in der Mehrzweckhalle teilhaben dürfen.

Natürlich bietet das Programm unter der Überschrift „Musik, Tanz und Theater“ im Verlaufe des Tages viel kurzweilige Unterhaltung. Im Zeitplan ist dazu zu lesen, 12:30 Uhr „Musikschule Fröhlich“, 13:15 Uhr „Sorgenbrecher“, 13:30 Uhr Kindergarten Siebenstein“, 13:45 Uhr „Tanzruppe Hainbach“, 14:00 Uhr „Männergesangverein Eintracht Burg-Gemünden“, 14:15 Uhr 2ehringshäuser Laienspielgruppe“, 14:30 Uhr „Tanzgruppe Hainbach“, 14:45 Uhr „Gesangverein Eintracht Nieder-Gemünden“, 15:45 Uhr „Musikschule Fröhlich“, 16:00 Uhr „Gesangverein Eintracht Ehringshausen Gruppe Haste Töne“, 16:15 Uhr  „Sportverein Ehringshausen Konfettis“, 16:30 Uhr „Pestalozzi-Grundschule Theater AG“, 16:45 Uhr „Freiwillige Feuerwehr Elpenrod Tanzkids“, sowie 17:00 Uhr „Männergesangvereine Eintracht Burg- und Nieder-Gemünden“.

Alle Zeitangaben zu den Vereinsauftritten sind unverbindlich.

Während des gesamten Tages sind der Kindergarten „Siebenstein“, sowie der Bau- und Servicehof der Gemeinde Gemünden im Rahmen eines Tages der offenen Tür zu besichtigen. Darüber hinaus gibt es rund um die Mehrzweckhalle 39 Info- und Verkaufsstände, sowie eine umfassende Gewerbeschau, an der sich zahlreiche heimische Firmen beteiligen. Gemündener Vereine präsentieren sich mit Infoständen, halten aber auch Leckeres zur Stärkung bereit, so dass für alles Wünsche gesorgt sein wird. Die Kinder dürfen sich auf Kinderschminken freuen und sogar die Freunde von Oldtimer kommen im Rahmen einer Oldtimerausstellung auf ihre Kosten. Die Freiwilligen Feuerwehren stellen sich im Rahmen einer Fahrzeug- und Geräteschau einem breiten Publikum vor und einige Einzelaussteller werden darüber hinaus mit ihren Hobbys und Talenten die Gäste begeistern. 

Zur Geschichte

Mehr als tausend Jahre alt ist die Geschichte der sieben Dörfer, die sich vor nunmehr 40 Jahren zu Gemünden zusammengeschlossen haben. Weit weg von der großen Weltgeschichte, gleichwohl oft von ihr betroffen, von den Herrschenden erworben und wieder verkauft, verpfändet oder verschenkt, waren die Dörfer Objekte der jeweiligen politischen Konstellation ohne eigene Mitwirkung.

Die Geschichte der Großgemeinde Gemünden, die mit 40 Jahren noch relativ jung genannt werden darf, beginnt eigentlich mit der Landtagswahl im Jahre 1970. Die damaligen Koalitionsparteien SPD und FDP beschlossen im Verlaufe der Legislaturperiode eine Verwaltungsreform zum Zwecke der Verwaltungsvereinfachung und Kosteneinsparung bei größtmöglicher Bürgernähe. Der Altkreis Alsfeld umfasste vor der Gebietsreform 92 selbstständige Städte und Gemeinden. Zur geplanten Verwaltungsreform gab es mehrere Modellplanungen zur Bildung größerer Verwaltungseinheiten, wobei das Land sich bereit erklärt hatte Freiwilligkeit von Gemeindezusammenschlüssel zu honorieren und dazu auch nicht unerhebliche finanzielle Anreize bot. Bereits im Oktober 1970 fand auf Einladung des damaligen Homberger Bürgermeisters Walter Seitz ein Treffen der Bürgermeister des Gemündener und des Homberger Raums statt. In der Folge gestalteten sich die Verhandlungen sehr schwierig, in den selbstständigen Dörfern sollten Bürgerbefragungen Aufschluss über die Vorstellungen geben. Darüber hinaus favorisierten auch die Gemeindeparlamente einen Zusammenschluss in einer überschaubaren Größenordnung, was eine klare Ablehnung zum Zusammenschluss des gesamten Homberger Raumes bedeutete. Am 17.02.1971 beschlossen die sieben Gemeindevertretungen der späteren Gemündener Gemeinden die Bereitschaft zum Zusammenschluss, zugleich aber auch kein Handeln unter Zeitdruck. Im April 1971 erklärten schließlich sechs Gemeinden die Zustimmung zur Fusion – allerdings ohne Burg-Gemünden, dass sich in einer Bürgerversammlung zu einem Zusammenschluss mit Homberg entschieden hatte. Ursprünglicher Gründungstag sollte der 31.12.1971 sein. Nachverhandlungen mit Burg-Gemünden, dessen Zusammenschluss mit Homberg sehr zweifelhaft geworden war und mögliche finanzielle Einbußen verbunden mit einer drohenden behördlichen Regelung, führten schließlich zu einem Zusatzvertrag zum bereits vorliegenden Grenzänderungsvertrag, so dass damit die Entscheidung für die sieben Gemeinden auf eine gemeinsame Zukunft beschlossen war.

Der große historische Tag an dem das neue Gemeinwesen aus der Taufe gehoben wurde war der 23. Dezember 1971, wo im Saal der damaligen Gastwirtschaft Decher in Nieder-Gemünden im Beisein aller sieben Gemeindegremien der damalige Landrat Kratz Gemünden „aus der Taufe“ hob. Nach dem Wortlaut der Urkunde entstand Gemünden aus den sieben Dörfern mit Wirkung vom 31.12.1971

In den folgenden Jahren stand die neue Großgemeinde ganz im Zeichen des Aufbaues einer effektiven und effizienten Verwaltung und der erforderlichen Harmonisierung des Satzungsrechts. Es gab eine Vielzahl von Änderungen, Neuerungen und natürlich auch Baumaßnahmen, denen sich die politisch Verantwortlichen im Laufe der Jahre widmeten und wofür sie in den einzelnen Haushaltsplänen entsprechende Gelder zur Verfügung stellten. Im Laufe der Jahre galt ein besonderes Augenmerk notwendigen Strukturverbesserungen und eine kontinuierliche, qualitative Anhebung der Infrastruktur. 

Aus ehemals rein landwirtschaftlichen Siedlungen sind in der heutigen Zeit Wohnsiedlungen geworden, ohne dabei die industriellen Ansiedlungen zu vergessen, die zahlreiche Arbeitsplätze in Gemünden geschaffen haben und damit vielen Familien in den Gemeinden Lohn und Brot geben.

Heute bietet die Gemeinde ihren Bewohnern neben einer herrlichen Umgebung und einer nahezu unberührten Natur auch ein Leben mit zeitgemäßer Infrastruktur. 

Zurückgehend auf grundsätzliche Entscheidungen politischer Mehrheiten verfügt die Gemeinde nach 40 Jahren über fünf eigenständige Kläranlagen, wobei Otterbach und Rülfenrod ebenso zusammengeschlossen sind wie Burg- und Nieder-Gemünden. In allen Ortsteilen gibt es Begegnungsstätten, in der Regel in Form von Dorfgemeinschaftshäusern. Ein zentral gelegener Kindergarten in Nieder-Gemünden wird von der Gemeinde betrieben und das umfassende und ansprechende Angebot an die jungen Familien braucht keinen Vergleich zu scheuen. Umfangreiche Arbeiten zur Trinkwasserversorgung beschäftigen die politisch Verantwortlichen seit Jahren, aber auch die sonstige Infrastruktur verbunden mit einer Stärkung der dörflichen Strukturen und damit einhergehend ein Anstemmen gegen die Landflucht bestimmen das politische Geschehen in einer eher beschaulichen Landgemeinde, die nach 40 Jahren ihres Bestehen noch viel Potential hat und mit einer jungen und heimatverbunden Jugend auch optimistisch in die Zukunft blicken kann.

40 Jahre Gemünden (Felda)

Gemünden (ek). Auf Hochtouren laufen derzeit die Vorbereitungen für die Feierlichkeiten aus Anlass des 40-jährigen Bestehens der Gemeinde Gemünden. Mit einem Flyer, aus dem alle Veranstaltungsaktivitäten aus Anlass des Jubiläums ersichtlich sind, werben die Organisatoren für diese Großveranstaltung, die am Sonntag, den 16. September 2012 „rund um“ die Mehrzweckhalle ein bunt gemischtes Programm bietet. Unter der Regie des örtlichen Kulturvereins mit Karl Pitzer und Bürgermeister Lothar Bott an der Spitze ist ein kurzweiliges Programm entstanden, das für jeden Bürger etwas bietet und für jeden Geschmack etwas bereit hält.

Vor 40 Jahren entstand Gemünden/Felda im Rahmen der in Hessen damals durchgeführten Gebietsreform aus den bis dahin selbstständigen Gemeinden Nieder-Gemünden, Burg-Gemünden, Ehringshausen, Elpenrod, Hainbach, Rülfenrod und Otterbach. Auf die Geschichte geht das Programm in der Mehrzweckhalle natürlich näher ein, der geschichtliche Rückblick unter der Überschrift „40 Jahre Gemünden“ erwartet die Besucher um 12:45 Uhr. Zuvor findet um 11:00 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst in der benachbarten katholischen Kirche in Nieder-Gemünden unter Mitwirkung der Gesangsgruppe „Adonai“ statt. Eröffnet werden die Feierlichkeiten in der Mehrzweckhalle um 10:00 Uhr. Gespannt sein darf man auch auf das Angebot „Was wird aus Gemünden?“, einen Blick in die Zukunft, an dem Gäste ab 13:00 Uhr in der Mehrzweckhalle teilhaben dürfen.

Natürlich bietet das Programm unter der Überschrift „Musik, Tanz und Theater“ im Verlaufe des Tages viel kurzweilige Unterhaltung. Im Zeitplan ist dazu zu lesen, 12:30 Uhr „Musikschule Fröhlich“, 13:15 Uhr „Sorgenbrecher“, 13:30 Uhr Kindergarten Siebenstein“, 13:45 Uhr „Tanzruppe Hainbach“, 14:00 Uhr „Männergesangverein Eintracht Burg-Gemünden“, 14:15 Uhr 2ehringshäuser Laienspielgruppe“, 14:30 Uhr „Tanzgruppe Hainbach“, 14:45 Uhr „Gesangverein Eintracht Nieder-Gemünden“, 15:45 Uhr „Musikschule Fröhlich“, 16:00 Uhr „Gesangverein Eintracht Ehringshausen Gruppe Haste Töne“, 16:15 Uhr  „Sportverein Ehringshausen Konfettis“, 16:30 Uhr „Pestalozzi-Grundschule Theater AG“, 16:45 Uhr „Freiwillige Feuerwehr Elpenrod Tanzkids“, sowie 17:00 Uhr „Männergesangvereine Eintracht Burg- und Nieder-Gemünden“.

Während des gesamten Tages sind der Kindergarten „Siebenstein“, sowie der Bau- und Servicehof der Gemeinde Gemünden im Rahmen eines Tages der offenen Tür zu besichtigen. Darüber hinaus gibt es rund um die Mehrzweckhalle 39 Info- und Verkaufsstände, sowie eine umfassende Gewerbeschau, an der sich zahlreiche heimische Firmen beteiligen. Gemündener Vereine präsentieren sich mit Infoständen, halten aber auch Leckeres zur Stärkung bereit, so dass für alles Wünsche gesorgt sein wird. Die Kinder dürfen sich auf Kinderschminken freuen und sogar die Freunde von Oldtimer kommen im Rahmen einer Oldtimerausstellung auf ihre Kosten. Die Freiwilligen Feuerwehren stellen sich im Rahmen einer Fahrzeug- und Geräteschau einem breiten Publikum vor und einige Einzelaussteller werden darüber hinaus mit ihren Hobbys und Talenten die Gäste begeistern.  

Wassernotversorgung Elpenrod

Gemünden/Elpenrod (ek). Zur Sicherstellung der Wasserversorgung im Ortsteil Elpenrod während der dort laufenden Baumaßnahmen an der Kreisstraße 47 (Ortsdurchfahrt Richtung Ermenrod), sind für die Dauer der nächsten Tage provisorische Maßnahmen notwendig, die nach Auskunft von Bürgermeister Lothar Bott mit den zuständigen Behörden des Vogelsbergkreises abgestimmt und von dort auch genehmigt wurden.

So müsse man zur Überbrückung der Hauptleitung über eine Länge von rund 500 Meter für einen Zeitraum von etwa zwei Wochen und danach bis Ende der Bauarbeiten für etwa acht Wochen über eine Länge von rund 180 Meter die Wasserversorgung mittels neuen Feuerwehrschläuchen sicherstellen. Wenn man dies nicht mache, so der Bürgermeister weiter, käme es zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Bevölkerung durch permanentes Wasserabstellen, teilweise über mehrere Stunden hinweg. Kommt es zu solchen Abstellmaßnahmen können durch die damit einhergehenden Druckschwankungen Rohrinkrustierungen gelöst werden, was zu bakteriologischen Kontaminierungen führen könnte. Durch die permanente Überbrückung des Bereiches der Baustelle kann man diesen Problemen entsprechend begegnen. Für die Überbrückungsmaßnahmen liegt die Genehmigung der Aufsichtsbehörde vor, die einhergeht mit vielfältigen Auflagen, denen man seitens der Gemeinde sehr akribisch nachkomme. So wird das Wasser ständig gechlort, unterliegt einer permanenten Überwachung durch Hygieneuntersuchungen und im Bedarfsfalle stellt man auch für Familien mit Kleinkindern Trinkwasser in Flaschen zum Trinken oder zur Zubereitung von Flaschennahrung zur Verfügung. In der Notversorgungsleitung darf es, so der Bürgermeister weiter, zu keiner Stagnation kommen. Schließlich habe der Gemeindevorstand zwischenzeitlich für mehrere 1000 Euro spezielle Schläuche für die Trinkwassernutzung bestellt, wobei mit deren Auslieferung allerdings erst in einigen Tagen zu rechnen sei.

Grundsätzlich wird von der Gemeinde nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Wasserqualität des Trinkwassers auf Grund der durchgeführten Maßnahmen nicht beeinträchtigt ist, wozu auch die begleitenden Untersuchungen weiter beitragen sollen. Auf die umfangreichen Maßnahmen und Hinweise der Aufsichtsbehörde wird die Bevölkerung im amtlichen Mitteilungsblatt hingewiesen, darüber hinaus wird die Genehmigungsbehörde beim Vogelsbergkreis ständig über die Maßnahmen unterrichtet.   

Ortsbeirat stellt Geld für Spielplatz zur Verfügung

Das Foto zeigt die Mitglieder des Ortsbeirates bei der Scheckübergabe durch Ortsvorsteher Michel an Bürgermeister Bott, im Vordergrund die Gewinner des Malwettbewerbs, soweit sie anwesend sein konnten. (Foto: ek)

Gemünden/Nieder-Gemünden (ek). Präsente für mehrere Kinder, sowie mehr als 900 Euro an die Gemeinde für den neuen Spielplatz neben dem Feuerwehrgerätehaus in Nieder-Gemünden gab es am Freitagnachmittag im Rahmen der Ferienspielabschlussveranstaltung.

Ortsvorsteher Renè Michel nutzte die Abschlussveranstaltung, um zunächst einmal all jene Kinder mit einem Präsent zu beschenken, die sich im Rahmen des vor einiger Zeit durchgeführten Brückenfestes (Fest zur Neueröffnung des Brühlstegs) an einem Malwettbewerb beteiligt und dabei als Sieger hervorgegangen waren. Die Sieger des Malwettbewerbs waren Mariella Nuhn, Fin und Maria Lich, Samia Tröller und Tristan Kislich, denen der Ortsvorsteher, soweit sie anwesend sein konnten, Einkaufgutscheine für ein Spielwarengeschäft überreichte. Michel sprach in dem Zusammenhang mit dem Brückenfest nochmals seinen besonderen Dank an alle freiwilligen Helfer aus und natürlich auch an alle Bürger, die dem Aufruf gefolgt waren und mit ihrer Anwesenheit zum Gelingen des Festes beigetragen hatten. Gemeinsam mit dem fast vollständig anwesenden Ortsbeirat, der sich in privat angeschafften, einheitlichen T-Shirts mit entsprechendem Logo präsentierte, überreichte Renè Michel im weiteren Verlauf den vollständigen Erlös aus dem Brückenfest an Bürgermeister Lothar Bott. Die etwas mehr als 900 Euro sollen, so hatte der Ortsbeirat bereits bei der Einladung zum Brückenfest seinerzeit mitgeteilt, vollständig für den neu zu errichtenden Spielplatz neben dem Feuerwehrgerätehaus Verwendung finden. Der Bürgermeister dankte dem Ortsbeirat für diese finanzielle Spende und sicherte zu, dass der Verwendungszweck auch eingehalten wird. Zugleich forderte er den Beirat auf sich in den kommenden Monaten Gedanken über die Ausgestaltung des neuen Spielplatzes zu machen und diese Ergebnisse in konkrete Vorschläge münden zu lassen. Es gebe für das Vorhaben Spielplatz bereits weitere Spenden, so Bott weiter, gleichwohl müsse man sehr genau überlegen welche Spielgeräte man tatsächlich haben möchte. Schließlich sei alles auch eine Frage der Preise, die bei Spielgeräten oft sehr weit auseinander liegen.

Neubürger 2012

Das Foto zeigt die Neubürger mit Mama und Papa, mit Geschwisterkindern, soweit sie der Einladung der Gemeinde folgen konnten, sowie Bürgermeister Lothar Bott, Anita Geissler (Kindergartenleiterin) und Karin Horst vom Bürgerbüro der Gemeindeverwaltung. (Foto: ek).

Gemünden/Nieder-Gemünden (ek). Die jüngsten Bewohner der Gemeinde hatte Bürgermeister Lothar Bott dieser Tage im Kindergarten zu Gast. Hintergrund dieser inzwischen schon traditionellen Zusammenkunft ist der Beschluss der Gemeindevertretung aus dem Jahr 2009, wonach jedem Neugeborenen ein kleines Willkommenspräsent der Gemeinde überreicht werden soll. Inzwischen ist dies die vierte Veranstaltung dieser Art und erneut konnte der Bürgermeister eine erfreulich große Anzahl von Neubürgern begrüßen, die im Verlaufe des 1. Halbjahres 2012 das Licht der Welt erblickten und die neuen Mitbürger der Gemeinde Gemünden sind. Diesmal konnte Bott sieben Mädchen und sechs Jungen begrüßen, darunter auch in einem Fall Zwillinge. Erfreut zeigte sich der Verwaltungschef über die Anzahl der Kinder, die sich augenscheinlich auf dem Niveau von 2011 einpendelt. In 2011 gab es insgesamt 19 Kinder (14 im 1. Halbjahr) und im Jahr 2010 waren es 18 (13 im 1. Halbjahr). Die Geburtenzahlen sind also relativ stabil, wenngleich natürlich auf relativ niedrigem Niveau, so die Schlussfolgerung des Bürgermeisters. Dabei erinnerte er an das äußerst schlechte Jahr 2009, in dem man in Gemünden nur insgesamt neun Geburten verzeichnen konnte. Diese schlechte Zahl bleibe hoffentlich eine Ausnahme.

Bürgermeister Bott, Kindergartenleiterin Anita Geissler und die Verwaltungsangestellte Karin Horst begrüßten die muntere Kinderschar diesmal in den Räumen des Kindergartens, einen Ort den die Kinder in den kommenden Jahren ihrer Kindheit hoffentlich noch näher kennenlernen werden, so die einhellige Feststellung der kommunalen Vertreter. Im Rahmen einer kleinen Begrüßungsrede machte der Bürgermeister deutlich, dass die Kinder die Zukunft der Gemeinde seien und man sich über jeden neuen Mitbürger ganz besonders freue. Die Entwicklung der Geburtenrate in den letzten Jahren stimme nicht unbedingt positiv, gleichwohl könne man angesichts einer gewissen Stabilität in den letzten beiden Jahren durchaus optimistisch in die Zukunft blicken. Bott dankte den jungen Eltern für die Bereitschaft in heutiger Zeit Verantwortung für Kinder zu übernehmen und wünschte ihnen mit ihrem Nachwuchs viel Freude. Der Bürgermeister verwies auf den Ursprung dieser Übergabe von  Begrüßungsgeschenken und erinnerte an den entsprechenden Beschluss der Gemeindevertretung. Dem entsprechend gab es für jedes Baby 50 Euro von der Gemeinde, sowie ein Badetuch mit aufgesticktem Wappen und Schriftzug der Gemeinde.

Ferienspiele: Spiel und Spaß mit der FFW

Gemünden-Burg-Gemünden (eva).   „Spiel und Spaß mit der Jugendfeuerwehr“, hieß das Motto, unter dem die Gemündener Jugendfeuerwehren am vergangenen Samstag im Rahmen der Ferienspiele eingeladen hatten. Nachdem Gemeindejugendfeuerwehrwart Patrick Schön die Kinder am Treffpunkt Feuerwehrgerätehaus Nieder-Gemünden begrüßt hatte, startete die Gruppe zum Feuerwehrstützpunkt in Burg-Gemünden, wo schon alles für Spiel und Spaß, aber vor allem auch für einen Einblick in die Arbeit der Feuerwehr und insbesondere der Jugendfeuerwehr, vorbereitet war.

Es gab viel zu entdecken und auszuprobieren. Patrick Schön vermittelte den Kindern, dass Feuerwehreinsatz auch immer Teamarbeit sei,  bei der sich einer auf den anderen verlassen können müsse. Dementsprechend waren auch die Aktivitäten während der Ferienspiele auf Teamwork ausgerichtet, in deren Rahmen die Kinder Wasser in Schläuchen transportierten, die Funktionalität und Handhabung  von Feuerlöschern kennen lernten, die am Samstag  zu Übungszwecken mit Wasser gefüllt waren. Gleichzeitig wurden die Kinder aber auch darüber  instruiert, dass Feuerlöscher nur von Erwachsenen bedient werden sollten, man jedoch nicht früh genug die richtige Handhabung lernen könne. Des Weiteren erhielten die Kinder von den Jugendfeuerwehrmitgliedern auch einen Einblick in die Anwendung von Knoten und Stichen und konnten selber ihre Fertigkeit im Anlagen von Kreuzknoten, Mastwurf, Zimmermannstich oder Schotenstich ausprobieren.

Neben weiteren Wettbewerbs- und Unterhaltungsspielen, sowie einer Verköstigung durch Grillwürstchen und Getränke, wartete auf die Ferienspielkinder noch ein besonderes „Bonbon“, indem sie die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Burg-Gemünden besichtigen und erkunden durften und ihnen deren Ausstattung vorgestellt und, soweit es möglich war, sogar deren Funktionalität vorgeführt wurde.

Auch Gemeindebrandinspektor Udo Richber hatte es sich nicht nehmen lassen bei der Ferienspielveranstaltung vorbeizuschauen

Neben dem Aspekt, dass der Ferienspieltag bei der Gemündener Jugendfeuerwehr allen, ob Betreuern oder Kinder, sehr viel Spaß gemacht hat, bleibt zu hoffen, dass  mit dieser  Ferienspielaktion vielleicht den kleinen Gästen auch Appetit auf die Mitarbeit in der Jugendfeuerwehr gemacht werden konnte.

Ferienspiele: Schnupperangeln

Gemünden-Burg-Gemünden (eva).   Mit  Eifer waren die Kinder während der Ferienspielveranstaltung „Schnupperangeln“ des Angelclubs (AC) Burg-/Nieder-Gemünden bei der Sache,  das am letzten Samstag an den beiden Teichen des Vereins ‚Obere und Untere Eisenkaute’, zwischen Burg-Gemünden und Bernsfeld, stattfand.

Zuvor hatten die interessierten  Mädchen und Jungen aus  Burg- und Nieder-Gemünden, Ehringshausen, Elpenrod und Hainbach eine kurze theoretische Unterweisung rund ums Angeln erhalten, bei der Vorsitzender Boris Klonnek den Nachwuchsanglern den waidgerechten Umgang mit Fischen, Wissenswertes über die verschiedenen Fischarten und Angelmethoden, sowie die unterschiedlichen Ausstattungen der Angeln vermittelte.   So lernten die  Kinder beispielsweise, dass beim Angelsport und Freizeitangeln neben dem richtigen Angelgerät sowie der Futtermischung und dem Angelplatz vor allem auch die Wahl des richtigen Köders entscheidend für einen erfolgreichen Angeltag sei. Sie erfuhren Näheres über „Friedfische“, zu dessen Kategorie unter anderem  Karpfen, Brassen, Rotauge und Schleie gehören und dass diese sich hauptsächlich von kleineren Wassertieren wie Würmern, Krebsen, Schnecken, Insekten sowie teilweise von Pflanzen ernähren.

Nach der Theorie gingen die Kinder, die jeweils von erfahrenen Anglern des AC begleitet wurden, rund um die beiden Teiche auf „Fischfang“ und waren, wie beispielsweise Tim aus Burg-Gemünden, der einen beachtlichen Karpfen angelte,  oder Laura aus Nieder-Gemünden, die eine prächtige Prasse an der Angel hatte, stolz auf ihr Anglerglück.

Bereits zum siebten  Mal veranstaltete der Angelclub in diesem Rahmen Ferienspiele,  die unter anderem neben dem Freizeitspaß auch das Ziel haben, Jugendliche mit dem Angeln, der Hege und Pflege am Gewässer und der Nähe zur Natur vertraut zu machen. Gleichzeitig, so die Angelfreunde, hoffe man mit der Veranstaltung neue Mitglieder für die Jugendgruppe, der man ab einem Altern von 12 Jahren beitreten kann, des Angelclubs gewinnen zu können.

Selbstverständlich hatten die Mitglieder des Angelclubs auch für das leibliche Wohl   bestens gesorgt und nach getaner Arbeit saß die Gruppe noch einige Zeit zusammen um die Ereignisse des Tages zu besprechen.

Mehrkosten Hochbehälter Burg-Gemünden

Das Foto entstand im derzeit bearbeiteten Wasserbecken, wo eindringendes Wasser zusätzlichen Sanierungsbedarf erforderlich macht. (Foto: ek)

Gemünden/Burg-Gemünden (ek). Wie bereits im Rahmen der letzten Gemeindevertretersitzung von Bürgermeister Lothar Bott mitgeteilt, wird die Sanierung des Hochbehälters in der Gemarkung Burg-Gemünden deutlich teurer als ursprünglich veranschlagt. Grund dafür sind nicht vorhersehbare Mehrkosten, die sich erst in den letzten Tagen, nachdem die Fliesen in der ersten Wasserkammer komplett entfernt und der Untergrund freigelegt wurde, herauskristallisiert und inzwischen sogar noch verschärft  haben. Nach den neuesten Berechnungen muss man mit Mehrkosten von rund 23.000 Euro rechnen, wie Bürgermeister Bott auf Nachfrage ausführte. Die Haftzüge des freigelegten Betons haben ergeben, dass auch dort die entsprechende Festigkeit nicht erreicht werden kann. Diese schlechte Qualität der vorhandenen Bausubstanz sei letztendlich der Grund für die deutlich gestiegenen Mehrkosten. So habe sich innerhalb eines Tages im Bereich des Pumpensumpfes vom Hochbehälter durch eindringendes Wasser in Folge von Undichtigkeit eine Wasserfläche von rund zwei Zentimeter gebildet. Aktuell werden die undichten Stellen mit Spezialmörtel verschlossen. Zuvor wurden bereits 23 Zentimeter schlechter Beton ausgestemmt. Der Bauzeitenplan, so erläuterte Bürgermeister Bott bei einer Besichtigung der Baustelle, verschiebt sich durch den nicht vorhersehbaren erhöhten Sanierungsaufwand um voraussichtlich drei Wochen.

Neuer Feuerwehr-Führerschein

v.l: Gemeindebrandinspektor Udo Richber, Dennis Schneider von der FW Burg-Gemünden, der als erster im Vogelsbergkreis über die große Fahrberechtigung für Einsatzfahrzeuge verfügen kann, sowie Regina Rotter von der Burg-Gemündener Fahrschule „Traffic Work“, die die Fahrschulausbildung in theoretischer und praktischer Form übernommen hatte.

Gemünden (ek). Ein Beispiel schneller Umsetzung und vorbildlicher Planung liefert derzeit die Freiwillige Feuerwehr in der Großgemeinde. Wie Gemeindebrandinspektor (GBI) Udo Richber bestätigte, wird in den nächsten Tagen mit Dennis Schneider (FFW Burg-Gemünden), das erste Mitglied einer Einsatzabteilung im Vogelsbergkreis nach bestandener Prüfung die große Fahrberechtigung zum Führen von Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr erhalten.

Schon frühzeitig nach Bekanntwerden der gesetzlichen Änderungen und dem Vorliegen des Erlasses aus dem Innenministerium hatte man sich in den Entscheidungsgremien der Gemündener Feuerwehren um eine möglichst zügige und zugleich auch kostengünstigste Lösung bemüht. GBI Richber war es schließlich gelungen die ortsansässige Fahrschule Rotter für das Vorhaben zu gewinnen, so dass vor Ort eine adäquate Lösung gefunden war, die zudem für die Gemeinde sehr kostengünstig umgesetzt werden konnte. Im laufenden Jahr werden auf diese Weise die erfreuliche Zahl von 17 Mitgliedern der Einsatzabteilungen der Feuerwehren aus Burg- und Nieder-Gemünden, sowie aus Ehringshausen für den sogenannten Feuerwehrführerschein ausgebildet und dann nach bestandener Prüfung in der Lage sein die schweren Einsatzfahrzeuge auch zukünftig führen zu dürfen. Die Ausbildung für diese besondere Fahrberechtigung dauert etwa zehn Stunden, wobei die Stunde mit 60 Minuten anzusetzen sei, wie GBI Richber weiter ausführte. Zu den Schulungsinhalten gehören neben theoretischen Kenntnissen auch praktische Übungen zur Fahrsicherheit, zum Rangieren und auch zum Rückwärtsfahren. Der Anhängerbetrieb wird dabei ebenso behandelt, wie die besondere technische Ausstattung der Einsatzfahrzeuge, die nicht den üblichen Normen „normaler“ Fahrzeuge entsprechen. Während die praktischen und theoretischen Schulungsinhalte in Bezug auf die Fahrzeughandhabung, den Umgang und die technischen Details von der Fahrschule Rotter (Burg-Gemünden) im Schulungsraum der dortigen Feuerwehr, beziehungsweise im Außenbereich vermittelt wurden, war eine zusätzliche Schulungseinheit zur Thematik Sonder- und Wegerechte erforderlich, wofür man einen Referenten aus dem Polizeibereich gewinnen konnte. Die Gesamtleitung der Führerscheinschulung obliegt dem GBI, der mit dieser schnellen und optimalen Lösung einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Einsatzfähigkeit der örtlichen Wehren leisten konnte. Damit übernahm Gemünden für den Vogelsbergkreis zugleich eine Vorbildrolle, denn in den kommenden Monaten werden sich alle Feuerwehren mit dieser Thematik eingehend beschäftigen müssen, beziehungsweise haben damit auch bereits begonnen.

Ein besonderes Lob gebühre aber auch den engagierten Mitgliedern der beteiligten Feuerwehren, so GBI Richber abschließend, denn sie seien es gewesen, die sich spontan für die Teilnahme an den Schulungen gemeldet hätten und die Unterrichtseinheiten in ihrer Freizeit besuchten. Dieser Einsatzbereitschaft habe man es schließlich zu verdanken, dass in einer ersten Schulungseinheit gleich 17 Mitglieder der Wehren fach- und sachgerecht in Anlehnung an die gesetzlichen Vorgaben ausgebildet werden konnten. (Foto: ek).

Baufortschritt im DGH Nieder-Gemünden

v.l.: Bürgermeister Bott, Ortsvorsteher Michel und Wehrführer Schnell-Kretschmer, die sich über die Planunterlagen orientieren. Im Hintergrund zu sehen die Ständerwände für die Trockenbauarbeiten im Bereich der künftigen Sanitäranlagen, sowie dem Küchenbereich im neu geschaffenen Anbau auf DGH-Ebene (Foto: ek)

Gemünden/Nieder-Gemünden (ek). Zu einem Ortstermin trafen sich dieser Tage Bürgermeister Lothar Bott, Ortsvorsteher Rene Michel, Wehrführer Jochen Schnell-Kretschmer und auch der Architekt Geissler auf der Baustelle des Feuerwehrgerätehauses, beziehungsweise dem DGH. Dabei würdigte Bürgermeister Bott die beachtlichen Eigenleistungen, die zwischenzeitlich von Mitgliedern der Feuerwehr und Bürgern der Ortsgemeinschaft geleistet wurden. So sei man aktuell bei mehr als 500 freiwilligen Arbeitsstunden, wobei der Schwerpunkt der Arbeiten im Moment beim Trockenbau, bei der Heizungsinstallation und den Elektroarbeiten liegt. Der Planer nutzte das Treffen auf der Baustelle um weitere Detailfragen bei den demnächst anstehenden Eigenleistungen abzusprechen. Darüber hinaus galt ein besonderes Augenmerk den notwendigen Ausschreibungen der nächsten Gewerke, bei denen ebenfalls wieder umfangreiche Eigenleistungen vorgesehen sind. 

Das Engagement der der Feuerwehr und der Ortsgemeinschaft ist nach Aussage der Anwesenden weiterhin ungebrochen und man ist zuversichtlich, dass die selbst gesteckten Ziele im Rahmen der Baumaßnahme erreicht werden können.

 

Erster Spatenstich zum Ausbau der Kreisstraße K 47 im Zuge der Ortsdurchfahrt Elpenrod

Mit einem symbolischen Spatenstich leiteten der Kreisstraßendezernent des Vogelsbergkreises, Heinz Geißel, der Bürgermeister der Gemeinde Gemünden(Felda), Lothar Bott, der Diplomingenieur Lothar Döring von Hessen Mobil und der Leiter der Straßenmeisterei Homberg, Heinz-Jürgen Stock, am Donnerstag den 28. Juni 2012 die Arbeiten zum Ausbau der Kreisstraße K 47 in der Ortsdurchfahrt von Elpenrod ein.
Bei dieser Baumaßnahme handelt es sich um eine Gemeinschaftsmaßnahme des Vogelsbergkreises und der Gemeinde Gemünden (Felda)
Innerhalb der Ortsdurchfahrt muss auf der Kreisstraße die vorhandene schadhafte Fahrbahn auf einer Länge von insgesamt ca. 500 m erneuert werden. Es erfolgt ein neuer Fahrbahnaufbau bestehend aus Frostschutzschicht, Asphalttragschicht und Asphaltbetondeckschicht. In diesem Zusammenhang werden von der Gemeinde Gemünden(Felda) neue Gehweganlagen hergestellt und die Ver- und Entsorgungsleitungen erneuert.
Der Vogelsbergkreis investiert rund 350.000 € in die Erneuerung der Fahrbahn.
Die Kosten der Gemeinde für die Gehweganlagen und die Leitungsverlegung liegen bei rund 365.000 €.
Der Vogelsbergkreis und die Gemeinde Gemünden (Felda) erhalten für die Durchführung dieser Baumaßnahme eine Förderung des Landes Hessen nach dem
Entflechtungsgesetz - früher Gemeindefinanzierungsgesetz (Gvfg).
Die Arbeiten werden abschnittsweise unter Vollsperrung für den überörtlichen Verkehr durchgeführt. Die Umleitung erfolgt über die Landesstraße L 3073 von Elpenrod über Ruppertenrod und die Bundesstraße B 49 nach Alsfeld. Von Hainbach kommend führt die Umleitung über Ermenrod und Ruppertenrod nach Elpenrod. Die Umleitungsstrecke ist entsprechend beschildert.
Für die Anwohner und Anlieger bleiben die Zufahrtsmöglichkeiten zu den Grundstücken weitestgehend aufrechterhalten.
Der Busverkehr bis zur Ortsmitte wird in allen Bauabschnitten sichergestellt.
Sofern die Bauarbeiten wie geplant verlaufen, werden die Arbeiten im November 2012 abgeschlossen sein.
Alle am Bau Beteiligten bitten die Anwohner, die Gewerbetreibenden und die Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Einschränkungen, die mit der Baumaßnahme verbunden sind.

JHV der Gemündener Wehren beim Gemeindefeuerwehrtag in Ehringshausen

Die Führungsspitze der Gemündener Feuerwehr: Von links: zweiter stellvertretender Gemeindebrandinspektor Jochen Schnell-Kretschmer, Gemeindebrandinspektor Udo Richber, erster stellvertretender Gemeindebrandinspektor Stefan Wehrwein, Bürgermeister Lothar Bott und Kreistagsabgeordnete Magdalena Pitzer

Gemünden-Ehringshausen (eva).   Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren, die am Samstag im Rahmen des Gemeindefeuerwehrtages im Dorfzentrum in Ehringshausen stattfand, wurde bei den turnusgemäß durchgeführten Neuwahlen, der seitherige Gemeindebrandinspektor Udo Richber, Burg-Gemünden,  einstimmig (mit seiner eigenen Enthaltung), durch Wiederwahl,  für die nächsten fünf Jahre in seinem Amt bestätigt. Da der seitherige stellvertretende Gemeindebrandinspektor Klaus Eckstein nicht mehr kandidierte, wurden, ebenfalls einstimmig, mit der jeweils eigenen Enthaltung, Stefan Wehrwein, Burg-Gemünden zum 1. stellvertretenden Gemeindebrandinspektor und Jochen Schnell-Kretschmer, Nieder-Gemünden, zum 2. stellvertretenden Gemeindebrandinspektor gewählt.

Auch im letzten Jahr hätten die Gemeindegremien die geplanten Ansätze für den Brand- und Katastrophenschutz im Haushalt nicht gekürzt, so Gemeindebrandinspektor (GBI) Udo Richber in seinem Jahresbericht.  Dementsprechend  habe in 2011 die Ersatzbeschaffung notwendiger Schutzkleidung fortgeführt werden können, gleichfalls seien Hohlstrahlrohre und ein Wassersauger angeschafft und verschiedenes Schlauchmaterial ersetzt worden. Dies zeuge davon, dass sich die Gemeindegremien der Gemeinde Gemünden ihrer Verantwortung bewusst seien und dem örtlichen Brand- und Katastrophenschutz einen hohen Stellenwert einräumten.

Unter der Rubrik Baumaßnahmen sei zu berichten, dass man hoffe die Aufstockung des Feuerwehrgerätehauses in Rülfenrod noch in diesem Jahr zum Abschluss bringen zu können.  Im Rahmen der energetischen Sanierung des gesamten DGH Komplexes, im Feuerwehrgerätehaus in Elpenrod wurde ein neues Tor eingebaut, sowie die Außenwände hochwertig gedämmt und im Feuerwehrgerätehaus Hainbach werden derzeit in Eigenleistung die Arbeiten zum Anschluss an die Heizanlage des Jugendraumes durchgeführt. Richber gab weiter bekannt,  dass die Rohbau- und Dachdeckerarbeiten für den Erweiterungsbau am Feuerwehrgerätehaus in Nieder-Gemünden abgeschlossen seien und derzeit in Eigenleistung von Feuerwehrmitgliedern aus Nieder-Gemünden die Heizungs- und Sanitärrohre verlegt würden und in Kürze, ebenfalls in Eigenleistung,  mit den Elektroinstallationsarbeiten begonnen werden könne. Auch hier, so Richber, wende die Gemeinde Gemünden erhebliche finanzielle Mittel für die bedarfsgerechte Instandsetzung und Erweiterung der Feuerwehrgerätehäuser  auf. 

Der GBI informierte, dass zurzeit in den Einsatzabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Gemünden 159 Aktive ehrenamtlich ihren Dienst in der Feuerwehr versehen, 58 der Ehren- und Altersabteilung angehören und derzeit 1014 Bürgerinnen und Bürger den Feuerwehrvereinen in Gemünden angehören.

Wie Richber weiter ausführte, stellen die sieben Ortsteilfeuerwehren den Brandschutz innerhalb der Gemeinde sicher. Die Einsatzbereitschaft sei am Tage für die gesamte Gemeinde mit dem 1. Zug der Burg- und Nieder-Gemündener Feuerwehr, mit insgesamt 28 Einsatzkräften, von denen 15 tagesalarmsicher sind, gewährleistet. Gleichwohl werde es immer enger den personellen Erfordernissen bei einem Tageseinsatz gerecht zu werden. Daher sei man ständig angehalten, personellen Veränderungen in Bezug auf die Tagesalarmsicherheit entgegenzuwirken.

47 Mal seien die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Gemünden im abgelaufenen Berichtszeitraum im Einsatz gewesen. Bei 24 Objekteinsätzen, sechs Brandeinsätzen, zehn technischen Hilfeleistungen und sechs Brandsicherheitsdiensten, hinzu kommt ein Fehlalarm, hätten die Gemündener Feuerwehraktiven ihre Einsatzfähigkeit erfolgreich unter Beweis gestellt. Nachbarliche Löschhilfe durch die Stützpunktfeuerwehren Homberg und Mücke seien zweimal erforderlich gewesen, und zwar sowohl bei einem Hausbrand am 12. Mai letzten Jahres in  Burg-Gemünden, als auch bei einem Großbrand am 19. Mai, dieses Jahres, in Elpenrod.

Darüber hinaus hätten die Einsatzabteilungen im Rahmen von Übungen, Jahreshauptversammlungen, Besprechungen, Tagungen und Schulungen, noch eine Vielzahl weiterer Aktivitäten abgehandelt. So hatten neben Ausschusssitzungen und Besprechungen, zwei Großübungen stattgefunden,  es waren 88 Ausbildungseinheiten und Übungen auf Standortebene abgehalten und zentrale Unfallverhütungs-Belehrungen durchgeführt worden. 29 Einsatzkräfte der Gemündener Wehren nahmen an verschiedenen Lehrgängen auf Kreisebene und an der Hessischen Landesfeuerwehrschule in Kassel teil.

„Die Einsätze im letzten Berichtszeitraum haben aufgezeigt, dass wird bestrebt sein müssen, unbedingt alle Ortsteilfeuerwehren aufrecht zu erhalten“, betonte Richber. Nur  müssten in Zukunft die Feuerwehren anders strukturiert werden, um einer modernen Gefahrenabwehr Rechnung tragen zu können.  „Personalgewinnung, vorhandene personelle Ressourcen bündeln, größere Einheiten auf Gemeindeebene  bilden, sind die zentralen Aufgaben denen wir uns in Zukunft stellen müssen“ bekräftige der GBI. Nur so lasse sich, gerade wie in der ländlich strukturieren Gemeine Gemünden, das seit Jahrzehnten bewährte System des flächendeckenden Brandschutzes erhalten und weiter ausbauen. Ebenso müsse die Fortschreibung des Bedarfs- und Entwicklungsplanes zügig angegangen werden, denn speziell in der Gefährdungsanalyse, sowie im personellen Bereich hätten sich erhebliche Änderungen ergeben. Denke man nur hinsichtlich der Gefährdungsanalyse an die sehr zahlreich vorhandenen Photovoltaikanlagen in unserer Gemeinde, die bei einem Brandeinsatz den Feuerwehren doch erheblich Probleme bereiten könnten.

Fest stehe auch, dass die Belastungsgrenze für die Feuerwehrführungskräfte erreicht sei, da in den letzten Jahren immer mehr administrative Aufgaben auf diese Ebene „abgewälzt“ wurden,  wodurch es nahezu unmöglich geworden sei, die ehrenamtliche Leitung einer Gemeindefeuerwehr so nebenbei nach Feierabend zu bewerkstelligen.  Um hier Entlastung zu schaffen und um nicht Gefahr zu laufen, in den kommenden Generationen keine potentiellen Kandidaten für Führungsaufgaben gewinnen zu können, wurden erstmals zwei Stellvertreter des Gemeindebrandinspektors gewählt. Dies sei nach einer Änderung des Hessischen Gesetzes über den Brandschutz, die Allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz (HBKG) möglich und auch die Gemeindevertretung habe daher zur Schaffung der formellen Voraussetzungen,  die Feuerwehrsatzung dahingehend geändert.

Richber gab bekannt, dass hinsichtlich der   „hessischen Fahrberechtigungsverordnung“, auch „Feuerwehrführerschein“ genannt, vorgesehen ist, in Kooperation mit der in Gemünden ansässigen Fahrschule „Traffic Work“, insgesamt 18 Einsatzkräften den Erwerb der großen Fahrberechtigung bis 7,5 Tonnen zu ermöglichen. Ein entsprechender Ausbildungsplan wurde mit der Fahrschule abgestimmt, sodass die Fahrschulausbildung bereits begonnen hat und verschiedene Ausbildungsabschnitte  bereits abgeschlossen sind.  Denn, so Richber, eine hochqualifizierte Ausbildung sollte schlussendlich das Rüstzeug geben, um die Feuerwehrfahrzeuge bei allen Fahrten, insbesondere jedoch  bei Alarmfahrten, sicher fahren zu können und fügt hinzu „Sollte dieses Modell Bestand haben, hätten wir für die Zukunft die Führerscheinproblematik bei der Feuerwehr Gemünden dauerhaft gelöst“. Abschließend dankte der Gemeindebrandinspektor allen Aktiven, den politischen Gremien, sowie Bürgermeister Lothar Bott und  der Verwaltung für den geleisteten Dienst und die gute Zusammenarbeit.

Der Gemeindejugendfeuerwehrwart Patrick Schön  berichtete, dass der Jugendfeuerwehr Gemünden derzeit  25 Mädchen und 35 Jungen angehören.  Besonders stolz sei man darauf, dass die Jugendfeuerwehr Hainbach die Gemeinde Gemünden mit der Erreichung des 1. Platzes sehr  erfolgreich beim Kreispokal in Landenhausen vertreten habe, darüber hinaus sowohl die Ehringshäuser Jungen-, als auch die Mädchenmannschaft beim Kreisentscheid in Ehringshausen als Kreismeister hervorgingen und die Gruppe aus Hainbach stellvertretender Kreismeister  wurde. Durch diese dreifachen  Kreismeistertitel hatten sich die Gemündener Jugendfeuerwehren aus Ehringshausen und Hainbach  für den Landesentscheid in Lorsch qualifiziert, bei dem sie im August für den Vogelsbergkreis antraten und die Gruppe aus Hainbach den 6. Platz, die Ehringshäuser Jungenmannschaft den 8. und die Mädchenmannschaft den 9. Platz belegen konnten.

Des Weiteren hatte  sich die Jugendfeuerwehr aus  Burg-/Nieder-Gemünden beim Osthessen-Cup den 6. Platz erkämpft und 17 Mädchen und Jungen der Gemündener Jugendfeuerwehren hatten erfolgreich die Prüfung zur Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr in Homberg-Maulbach abgelegt.

Beim letztjährigen Wettbewerb um den Gemeindeentscheid wurde  die Jugendfeuerwehr Hainbach  Gemeindesieger, gefolgt auf Platz zwei von der Gruppe aus Burg-/Nieder-Gemünden und auf Platz drei von der Jugendfeuerwehr Ehringshausen.  Diese sehr guten Ergebnisse zeigten erneut, wie gut die Jugendarbeit in den Feuerwehren und der Ausbildungsstand der Jugendfeuerwehren in der Gemeinde Gemünden sei, unterstrich Patrick Schön zum Abschluss seines Berichtes.

Bürgermeister Lothar Bott übermittelte die Grüße der gemeindlichen Gremien und dankte den Feuerwehrleuten für die Gewährleistung der Sicherheit in Gemünden. Er sprach nochmals den Großbrand in Elpenrod an. Glücklicherweise habe alles zusammengepasst; es sei Samstagnachmittag gewesen und hätten   zahlreiche Einsätzkräfte  vor Ort seinkönnen. Glücklicherweise  sei es an diesem auch   Windstill gewesen, sodass in dem eng bebauten Ortsgebiet von Elpenrod ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäude erfolgreich habe verhindert werden können.

Bott sprach auch die Erfolge der Gemeindejugendfeuerwehren an, dies zeuge davon, welch gute Arbeit in der Jugendfeuerwehr der Gemeinde geleistet werde. Er dankte allen, die sich in der Jugendarbeit und in der Jugendbetreuung engagieren, da gerade diese Arbeit oftmals besondere Geduld erfordere.

Nicht ganz zufriedenstellen nannte Bott den langsamen Fortschritt und  die aufgetretenen Schwierigkeiten  im Hinblick auf den Digitalfunk. Da das Ganze nicht wie gewünscht klappte, müsse auch in Zukunft der analoge Funk beibehalten werden.

Die Kreisbeigeordneten Magdalena Pitzer überbrachte die Grüße von Landrat Marx und des Kreisparlaments.  Auch im abgelaufenen Jahr hätten die Gemündener Feuerwehren ihre vielfältigen und verantwortungsvollen Aufgaben mit großer Tatkraft gemeistert. Oftmals müsse da Privates zurückstehen und sie nannte die Feuerwehren eine tragende Säule in der Gemeinde und sie spreche im Namen des Kreises, wenn sie sage: „Wir haben Respekt vor den ehrenamtlichen Leistungen der Feuerwehraktiven“, denn der freiwillige Dienst in der Feuerwehr, sei Dienst am Mitmenschen.

Kreisbrandinspektor Werner Rinke gratulierte dem Gemeindebrandinspektor und den Stellvertretern zur Wahl und für die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen. Denn gerade Führungsaufgaben  zu übernehmen sei nicht immer einfach und oftmals machen  die vom Land Hessen vorgeschriebenen Bestimmungen die Arbeit nicht gerade einfacher. Er dankte den Gemündener politischen Gremien, dass sie erkannt hätten, dass die zur Verfügungstellung finanzieller Mittel für die Feuerwehren wichtig sei, denn hier gehe es um Sicherheit.

Digitalfunk, so Rinke, sei immer ein Thema. Der Digitalfunk werde im dritten oder vierten Quartal zumindest im Basisbereich eingesetzt werden können Für die vollständige Umsetzung des Digitalfunks rechne er noch mit rund zehn Jahren.

 

Beförderungen und Ernennungen

Im weiteren Verlauf der Jahreshauptversammlung wurde Mario Röhrich aus Burg-Gemünden zum Hauptlöschmeister befördert.

Des Weiteren überreichte Bürgermeister Lothar Bott die entsprechenden Ernennungsurkunden  zum  Gemeindebrandinspektor an Udo Richber, zum ersten  stellvertretenden Gemeindebrandinspektor an Stefan Wehrwein und zum zweiten stellvertretenden Gemeindebrandinspektor, an Jochen Schnell-Kretschmer.

Mit dem  Überreichen der entsprechenden Urkunden wurden außerdem Christoph Klein zum Wehrführer und Christoph Gabriel zum stellvertretenden Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Rülfenrod und Jan Schäfer, zum stellvertretenden Wehrführer der Feuerwehr Ehringshausen ernannt

Ehrungen:

Für 40 Jahre aktiven Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr wurden mit dem Brandschutzehrenzeichen in Gold am Bande: Manfred Bätz aus Elpenrod, Walter Braun aus Otterbach und Joachim Well aus Ehringshausen besonders ausgezeichnet.

Für 25-jährige aktive Feuerwehrtätigkeit erhielt Ingo Schmidt aus Ehringshausen  während der Versammlung und Martin Müller aus Nieder-Gemünden in Abwesenheit, das Silberne Brandschutzehrenzeichen.

Ausbau K 47 - OD Elpenrod

Gemünden/Elpenrod (ek). Nachdem zwischenzeitlich die Submission erfolgt ist konnte der Gemeindevorstand im Rahmen seiner letzten Sitzung die Bauarbeiten für die Aus- und Umbaumaßnahmen im Rahmen der Bauarbeiten an der Kreisstraße 47 im Bereich der Ermenröder Straße vergeben. Dabei geht es in der Gesamtsumme um einen Betrag in Höhe von rund 360.000 Euro, wobei aber eine beachtliche Summe auch an Zuschüssen und Anliegerbeiträgen zu erwarten sind, wie Bürgermeister Lothar Bott auf Nachfrage ausführte. Den Neubau der Kreisstraße selbst übernimmt der Vogelsbergkreis, der für dieses Vorhaben knapp 350.000 Euro aufbringen wird. Die Arbeiten werden nach derzeitiger Einschätzung in den kommenden Wochen beginnen, wobei der genaue Beginn derzeit aber noch nicht feststeht, wie der Bürgermeister weiter ausführte. Die betroffenen Anlieger, die mit Beginn der Arbeiten mit Behinderungen und Einschränkungen bei der Zufahrt zu ihren Grundstücken rechnen müssen, werde man entsprechend informieren, damit sie sich darauf einstellen können. Die Fertigstellung der Arbeiten soll, sofern die Witterung mitspielt, noch in diesem Jahr erfolgen.

Notwendig sind die Baumaßnahmen schon seit einiger Zeit, so der Bürgermeister weiter. Die Straße ist seit längerem in einem sehr  maroden Zustand, weist zahllose Schlaglöcher auf und auch der Unterbau sei dringend sanierungsbedürftig, so dass man sich seitens der Gemeinde dem Bauvorhaben des Kreises angeschlossen habe und im gleichen Arbeitsgang auch die Wasserleitung und die Gehwege erneuern wird. Bei der Gehwegeerneuerung wird zugleich auch ein entsprechendes Leerrohr eingebracht, um im Bedarfsfalle auch nachträglich eine Breitbandversorgung vornehmen zu können.    

Sanierung Wasserhochbehälter Burg-Gemünden

Gemünden/Burg-Gemünden (ek). Seit einigen Wochen laufen die Bauarbeiten zur Sanierung des Wasserleitungsnetzes und der Wasserkammern im Hochbehälter auf Hochtouren, wie Bürgermeister Lothar Bott im Rahmen eines Ortstermins ausführte. Ende März 2012 wurden die Bauarbeiten in einem Gesamtvolumen von rund 315.000 Euro durch den Gemeindevorstand vergeben, wobei allein rund 182.000 Euro für die notwendige Betonsanierung der Wasserkammern aufgewendet werden muss. Die Finanzmittel für dieses Großprojekt in Gemünden  wurden im kommunalen Haushalt des laufenden Jahres etatisiert und insoweit vom Parlament mit Verabschiedung des Haushaltes auch genehmigt. Seit einigen Tagen sind die Fachfirmen aus Leipzig und Harrislee vor Ort tätig und die Arbeiten laufen nach Einschätzung des Bürgermeisters planmäßig entsprechend den Vorgaben des Bauzeitplans. Sollte alles entsprechend den Zeitvorgaben fortgeführt werden können und keine unvorhersehbaren Dinge eintreten dürften die Arbeiten bis Ende Oktober vollständig abgeschlossen sein. Je nach Baufortschritt, so Bott weiter, sind auch kurze Unterbrechungen in der Wasserversorgung möglich. Dies erfolge aber in der Regel in betriebsarmen Zeiten, also im Normalfall in der Nacht, so dass die Bürger soweit möglich nicht beeinträchtigt werden. Darüber hinaus werde man, wie bereits vor einigen Tagen schon einmal geschehen, die betroffenen Bürger rechtzeitig über derart notwendige Wasserabstellungen informieren, so dass man sich entsprechend darauf einstellen könne.  

Die beiden gewaltigen Frischwasserkammern im Hochbehälter selbst haben ein Fassungsvolumen von je 400 Kubikmeter. Während eine der Kammern während der Bauarbeiten gefüllt bleibt, laufen in der anderen Kammer die Arbeiten auf Hochtouren. Die gewaltigen Dimensionen einer Kammer werden ohne die Füllung mit Wasser besonders deutlich und sind sehr beeindruckend. Alle derzeit laufenden Arbeiten müssen per Hand ausgeführt werden, die kompletten Fliesen werden von den Wänden entfernt und der Beton wird freigelegt. Dabei muss der anfallende Bauschutt per Seilzug in Eimern aus der Kammer entfernt werden – ein Maschineneinsatz ist nicht möglich. Der Wasserhochbehälter selbst mit seinen beiden gewaltigen Kammern stammt aus dem Anfang der siebziger Jahre, er war entsprechend groß Dimensioniert worden, da man damals, nach dem Zusammenschluss der Gemeinde Gemünden andere Modelle der Gesamtwasserversorgung verfolgte. Sobald der Beton in dem derzeit bearbeiteten Becken freigelegt ist erfolgt dessen Sanierung und im Anschluss die Aufbringung des Spritzmörtel.

Beachtlich sind aber auch die erheblichen Ablagerungen in den bereits abgebauten Eisenrohren, über die das Frischwasser in das Wasserleitungsnetz eingespeist wird. Im Zuge der Bauarbeiten werden diese Teile natürlich auch abgebaut und durch moderne Edelstahlrohre ersetzt. Die enorme Menge der Ablagerungen in den alten Rohren, so war vor Ort zu erfahren, erklärt sich durch das früher enorm harte und damit sehr kalkhaltige Wasser, das natürlich auch den Bürgern in den Haushalten entsprechende Probleme bereitete. (Fotos: ek)

Muttertags-Tage im Kindergarten „Siebenstein“ in Nieder-Gemünden

Gemünden-Nieder-Gemünden (eva).  Eine besondere Idee wurde rund um den Muttertag im Gemündener Kindergarten „Siebenstein“ umgesetzt. Die Erzieherinnen und die Kinder hatten die Mamas zu Muttertags-Tagen in den Kindergarten eingeladen, um sie mit kleinen Darbietungen, selbstgebackenen Kuchen und sogar einem speziellen Wohlfühlprogramm zu überraschen.

So waren es am Montag die Kinder der Regenbogen-, am Dienstag der Sonnen- und am Mittwoch der Wolkengruppe, die jeweils in der Zeit von 14.30 bis 16 Uhr, ihre Mamas verwöhnten.

In den stimmungsvoll mit Kerzenlicht dekorierten Räumen saßen Mütter und Kinder im großen Kreis zusammen.   Der Kreis war gefüllt mit Papiertaschen, die die Kinder mit Herzchen geschmückt hatten, besonderen Steinen, die jedes Kind vorab für seine Mama  in der Felda ausgesucht hatte und die sie, ebenso wie eine Erdbeere und ein Kuss der Mama schenkten. Doch damit nicht genug. Unter Anleitung der Erzieherinnen und unter Musikbegleitung,  verwöhnten die Kinder ihre Mamas mit Streicheln und sanfter Massage,  sie hatten Bilder mit den Umrissen ihrer kleinen Hände vorbereitet und zeichneten nun die Hände der Mütter dazu und anhand einer Geschichte von der kleinen und der großen Maus wurde vermittelt, dass die Liebe der Mama für das Kind sich niemals ändert, sondern immer gleich stark  bleibt. Egal, was auch im Leben mit seinen vielen Stationen  geschehe.  

Die Nachmittage klangen jeweils mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken aus. Dafür hatten die Kinder morgens im Kindergarten extra Kuchen in Herzchenform gebacken, die sie ihren Mamas in Verbindung mit weiteren „Kuschelrunden“ und Liedvorträgen servierten.

OVAG-Projekt „Wasser bildet – wir machen mit“ an der Pestalozzischule

Gemünden-Nieder-Gemünden (eva).  Verschmutztes Wasser wieder reinigen, Flusstiere durch die Lupe beobachten, veranschaulichte Schätzungen zum täglichen Wasserverbrauch – ein nicht ganz alltäglicher Unterricht, den die OVAG für Schülerinnen und Schüler der Grundschule der Pestalozzischule in Nieder-Gemünden möglich machte. In Zusammenarbeit mit dem Experten Dr. Hans-Otto Wack vom Umweltbüro Schotten, hat der kommunale Energieversorger vor sieben Jahren das Projekt „Wasser bildet“ ins Leben gerufen.

Die Klasse 3a hatte sich mit Lehrerin Margit Pohlmann für das Projekt „Wasser bildet“ beworben und wurde, neben drei weiteren Schulklassen in Oberhessen, unter den rund 200 Einsendern ausgelost. Ziel des Unterrichts ist es, den Kindern den verantwortlichen Umgang mit der Ressource Wasser näher zu bringen.

Wer kennt schon den Wassergehalt einer Gurke? Wer weiß schon, wie viel Wasser der Mensch am Tag benötigt? Gut möglich, dass Kinder ihre Eltern demnächst über derart interessante und wichtige Fragen „aufklären“. Denn dass Wasser eine knappe Ressource ist, ist allseits bekannt. Also gilt es mehr denn je, umweltbewusst und wassersparend zu leben.  Deshalb,  und da die OVAG nicht nur mit Strom, sondern auch mit Wasser viel zu tun hat, ist es ihr wichtig, den Schülern dieses wichtige Thema zu vermitteln. Ziel des Projektes ist es, Kinder auf spielerische Weise zu verantwortungsvollen Wasserverbrauchern zu erziehen, damit sie ein intensives Gefühl für dieses Element entwickeln, sei es im Haushalt oder in der Natur.

Um den  Kindern auf spielerische  Weise den richtigen Umgang mit Wasser zu vermitteln,   wurden sie von Dr. Wack in den unterschiedlichen  Unterrichtseinheiten an das Thema herangeführt. Ihnen wurde dabei verdeutlicht, was das Wasser für ihr Leben bedeutet und, dass das Element Wasser ein kostbares Gut ist, mit dem man sorgsam umgehen muss. 

Ganz besonders, so Lehrerin Margit Pohlmann,  sei bei den Kindern die Exkursion an die nahe gelegene Felda in Nieder-Gemünden angekommen. Denn gemeinsam mit Dr. Wack hatten die Schülerinnen und Schüler am Donnerstag das Wasser und was darin so „kreucht und fleucht“ unter die Lupe genommen.    

Zum Schluss des Projektes folgte am Freitag  eine rasante Wasserrallye auf dem Schulhof der Pestalozzischule. Neben dem ganzen Spaß hatten die Kinder die Möglichkeit, unter Anleitung des Wasserexperten Hans-Otto Wack und dessen Tochter Elisa, ihr durch das Projekt erworbenes Können unter Beweis zu stellen. Galt es doch im Wettbewerb die zahlreichen Aufgaben zu meistern und die Geschicklichkeit, sei es beim Wasserketten bilden, beim Stopfen von undichten  Rohren, Dreck aus dem Wasser zu angeln, Plastikenten abzuschießen, oder gar beim Wasserbomben-Tennis,  unter Beweis zu stellen. „Folgendes ist wichtig: ihr könnt nur gut sein, wenn ihr als Gruppe zusammenarbeitet“, schärfte Dr. Wack den Teams ein und er betonte, dass bei der Wasserrallye stets der rechte Umgang mit Wasser im Vordergrund sehe, denn verlorenes Wasser bedeutete Punktabzug. Mit Eifer und viel Spaß absolvierten die Gruppen mit Bravour die einzelnen Stationen und ließen sich an dem warmen Frühlingstag auch nicht durch nasse Kleidung aufhalten, war ihnen doch im Vorfeld mitgeteilt worden, vorsorglich Wechselkleidung mitzubringen.

Die Schüler lernten während des Projektes mit Spaß, dass es ganz wichtig ist, das Wasser zu schätzen, sauber zu halten und sparsam mit dem Element Wasser umzugehen.

Damit der Nachwuchs im Anschluss an dieses lehrreiche Projekt etwas in den Händen behält, erhielten alle zum Abschluss eine Urkunde und ein persönliches Wasserbuch mit nach Hause, das angesichts, der darin enthaltenen wertvollen Spartipps, ebenso den Eltern als Ratgeber dienen kann.

Einweihung Brühlsteg Nieder-Gemünden

Gemünden/Nieder-Gemünden (ek). Unter großer Beteiligung der Bevölkerung wurde am Sonntag der „Brühlsteg“ im Rahmen eines Brückenfestes seiner Bestimmung übergeben. Die eigentliche Einweihung im Rahmen der Verkehrsfreigabe erfolgte bekanntlich schon vor einigen Monaten, unmittelbar vor Weihnachten des letzten Jahres. Da dies aber in eine eher unfreundliche Jahreszeit fiel hatte man von Anfang an dieses Brückenfest als offiziellen Termin für die Bevölkerung vorgesehen. Ortsvorsteher Rene Michel konnte unter den zahlreichen Gästen unter anderem Bürgermeister Lothar Bott, den kompletten Gemeindevorstand und Mitglieder der Gemeindevertretung, ebenso wie Iris Rohrbach vom Bauamt der Gemeinde, den Planer Dipl.Ing. Schmelter  und Herrn Gayda von der bauausführenden Firma Hodes begrüßen. Ein besonderer Gruß galt den Mitgliedern des Gesangvereins „Eintracht“ Nieder-Gemünden, die den offiziellen Teil der Veranstaltung musikalisch umrahmten. Im Rahmen seiner Begrüßungsrede machte der Ortsvorsteher auch deutlich, dass eine Vielzahl der örtlichen Vereine sich an der Organisation und Durchführung des Brückenfestes beteiligt haben und sogar die Brücke selbst ansprechend geschmückt worden war. Zugleich gab Rene Michel bekannt, dass der Erlös aus dem Brückenfest zu 100 Prozent für die Herstellung des neuen Spielplatzes am Feuerwehrgerätehaus zur Verfügung gestellt werde. In diesem Zusammenhang gab es für die anwesenden Kinder einen Malwettbewerb, bei dem der Nachwuchs aufgefordert war seine Vorstellungen in Bezug auf den Spielplatz auf Papier festzuhalten. Man werde die Ergebnisse dann zu einem späteren Zeitpunkt bewerten und in die Gestaltung des Spielplatzes einfließen lassen. Die besten Vorschläge sollen dann auch mit einem kleinen Preis bedacht werden, so der Ortsvorsteher abschließend.

Bürgermeister Lothar Bott ließ noch einmal die zeitliche Entwicklung dieser Baumaßnahme, von den ersten Überlegungen bis zur Fertigstellung Revue passieren. Er erinnerte an die Kosten des neuen Brühlstegs, die bei rund 275.000 Euro liegen, wobei knapp 209.000 Euro seitens des Landes Hessen als Zuschuss zur Verfügung gestellt wurden. Hintergrund für diesen Zuschuss ist die Tatsache, dass der „Brühlsteg“ ein wichtiges Bindeglied im Rahmen des Radwegenetzes in Hessen und hier des „R6“ ist, so dass aus dem entsprechenden Fördertopf des Landes diese beachtliche Summe ausgezahlt wurde. Besonders positiv wertete der Bürgermeister die Einhaltung des Kostenrahmens, wobei die tatsächlichen Kosten sogar noch geringfügig unter den Planungen blieben, was für eine sehr sorgfältige und verantwortungsbewusste Planung und auch Ausführung spreche.  Die neue Brücke ist in ihrer Auslegung für eine Tragkraft von 12 Tonnen konstruiert, so dass auch Versorgungsfahrzeuge im Bedarfsfalle die neue Querung über die Felda befahren können. Gleichwohl bleibt die Brücke aber für den allgemeinen Kraftfahrzeugverkehr gesperrt, was inzwischen auch durch bauliche Sperren und gewaltige Felssteine neben dem Fahrbahnbereich sichergestellt wurde. Dies war notwendig, so unterstrich der Bürgermeister, weil die Brücke trotz Sperrschilder immer wieder in unzulässiger Weise von Pkw-Fahrern genutzt worden war. Durch die Sperren sei sichergestellt, dass diese wichtige innerörtliche Verbindung zwischen den Ortsbereichen „Bahnhof“ und „altes Dorf“ auch tatsächlich dem Fußgänger- und Radfahrverkehr vorbehalten bleibe.

Dipl.Ing. Schmelter sprach von einer dauerhaften, optimalen Lösung, die mit der jetzigen Brücke geschaffen worden sei. Bei einer theoretischen Nutzungsdauer von 70 Jahren könne man durchaus in der Praxis von rund 100 Jahren ausgehen, die der neue Brühlsteg den Bürgern die kurze Verbindung zwischen den beiden Ortsteilen ermöglichen werde. Der Planer erinnerte an die vielen Erfordernisse, die bei der Umsetzung berücksichtigt werden mussten, um letztendlich die beachtlichen Zuschüsse zu bekommen. Gleichwohl sei auch die politische Entscheidung für die jetzt fertiggestellte Variante folgerichtig und in der Gesamtbetrachtung zweifelsfrei die wirtschaftlichste gewesen, so der Planer abschließend. Technische Details und planerische Einzelheiten konnten die interessierten Bürger im weiteren Verlauf im nahen Feuerwehrgerätehaus anhand ausgehängter Pläne in aller Ruhe nachlesen.

Nach dem gemeinsam mit dem Gesangverein gesungenen „Hessenlied“ und dem obligatorischen und symbolischen Durchschneiden eines Bandes in der Brückenmitte gab es im und vor dem Feuerwehrgerätehaus reichlich Gelegenheit für eine kräftige Stärkung, aber auch für Kaffee und Kuchen, wovon die zahlreichen Besucher reichlich Gebrauch machten.

Sauberhaftes Hessen

Gemünden/Ehringshausen (ek). Einen ganzen Anhänger voll Müll sammelten viele fleißigen Helfer am vergangenen Samstag im Rahmen der landesweiten Aktion „Sauberhaftes Hessen“, wie Ortsvorsteher Günther Rühl erläuterte. Vom Ortsbeirat beantragt und initiiert wurde die Aktion mit großer Unterstützung der Jugendfeuerwehr durchgeführt und entwickelte sich zu einem beachtlichen Erfolg. Rund 20 freiwillige Helfer hatten sich eingefunden, um in einer gemeinsamen Sammelaktion die heimische Landschaft ein Stück weit sauberer zu gestalten. Dabei wurden unter anderem alte Autoreifen ebenso gefunden, wie Altölbehälter, Farb- und Lackdosen, Plastikabfälle in allen Variationen, Schuhe, Töpfe, Eimer, Papierabfälle jeder Art und eine große Menge Müll vor allem auch an der „McDonalds-Allee“, den illegalen Autobahnabfahrten in der Gemarkung. Dort waren vor allem Cheeseburger- und Milchshakebehälter die absoluten Favoriten. Aufgefunden wurden aber auch ganze Teppiche und sogar abgebrannte Fensterrahmen. Auf diese Weise kam ein voller Anhänger zusammen und am Ende waren sich alle einig darüber, dass man diese Aktion auch im kommenden Jahr wieder durchführen sollte. Die jungen Helfer zeigten sich bei der Sammelaktion ebenso erbost, wie die Erwachsenen, über die Gedankenlosigkeit und auch Skrupellosigkeit mit der Müllsünder ihren Abfall einfach in der Natur entsorgen und nicht die heimischen Mülltonnen verwenden, beziehungsweise eine ordentliche Entsorgung veranlassen.

Ortsvorsteher Günther Rühl dankte allen freiwilligen Helfern für das große Engagement, mit dem sich alle an diesem „Frühjahrsputz“ beteiligten. Die Bilder zeigen die zahlreichen Helfer, die vor allem aus den Reihen der örtlichen Jugendfeuerwehr kamen, sowie den großen Müllberg, den die Helfer aus der Natur entfernen konnten.

Wi-DSL Informationsveranstaltungen

Dorfanalyse über Gemünden vorgestellt

Gemünden/Nieder-Gemünden (ek). Am 16.01.2012 wurde in einer Veranstaltung in Romrod die vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung in Zusammenarbeit mit der Stiftung Schloss Ettersburg erarbeitete Studie "Die Zukunft der Dörfer - Zwischen Stabilität und demografischem Niedergang" vorgestellt. Untersucht wurden der thüringische Landkreis Greiz sowie der Vogelsbergkreis. Eine ergänzende Studie im Rahmen des Projektes „Vielfalt tut gut“ bezog sich dabei auf Gemünden mit seinen sieben Ortsteilen, ferner gab es entsprechende Untersuchungen in Romrod und in Mücke, wie die zuständige Sachgebietsleiterin des Kreisjugendamtes Silvia Lukas zu Beginn einer Präsentationsveranstaltung am Montagabend im Feuerwehrgerätehaus ausführte. Dort wurden im Verlaufe eines kurzweiligen Power-Point-Vortrages die Ergebnisse zur Dorfanalayse bezogen auf die sieben Gemündener Ortsteile präsentiert. Studierende der Fachschule für Sozialpädagogik aus Lauterbach stellten ihre Ergebnisse vor, nachdem zuvor Bürgermeister Lothar Bott die Gäste und die annähernd 50 Bürger aus allen Gemündener Ortsteilen begrüßt hatte. Unter den Besuchern waren auch zahlreiche Kommunalpolitiker, die sich natürlich Erkenntnisse für die weitere politische Arbeit erhofften.

Zu Beginn des Vortrages stellten die Referenten ihre Eindrücke und Einschätzungen zu den Ortsteilen von Gemünden vor, wobei diese sich nicht zwangsläufig mit den Empfindungen der dort wohnenden Bürger deckten. Einer Aufstellung vorhandener Infrastruktur lies man persönliche Eindrücke folgen. 

So kam man zu dem Schluss dass beispielsweise Burg-Gemünden sehr beengend und unübersichtlich wirkt. An den Häusern könne man viele Wandgemälde sehen, die Vorgärten seien sehr gepflegt und die Menschen wirkten auf die Interviewer eher verschlossen. Bezogen auf Ehringshausen war zu hören, dass viele Fachwerkhäuser einen gepflegten Eindruck machen. Es gebe aber auch viele Neubauten. Die Vorgärten seien sehr einladend und gepflegt. Das Dorf wirke freundlich und sehr farbenfroh. Die Studenten stellten fest, dass die Personen am Anfang leicht irritiert von ihren Anliegen waren, sich danach jedoch geöffnet und mit vollem Elan die Fragen beantworteten. Ähnliche Feststellungen gab es auch bezogen auf Elpenrod, wobei die Referenten festhielten „das erste Haus erweckte das Gefühl von Leblosigkeit“. Gleichwohl lobten sie viel Grün und farbenfrohe Gestaltung und eine positive Infrastruktur. Bezogen auf Hainbach sprach man von einem klassischen Dorf (in der Mitte des Dorfes Kirche, drum herum Häuser, in der Nähe die Bushaltestelle). Wie bei vielen der Ausführungen, die per Power Point an die Wand geworfen wurden, klangen dabei aber auch Klischeevorstellungen durch, die Bewohner von städtischen Regionen gegenüber dem ländlichen Bereich immer wieder mal verlauten lassen. So beispielsweise „Kuhdung auf der Straße, sehr ruhig und gelassen, viele freilaufende Tiere, fast jedes Haus ist ein alter Bauernhof, wenig Straßenverkehr, Altersdurchschnitt ist sehr hoch“. Positiv werteten die Referenten die Eindrücke von Nieder-Gemünden, sicherlich auch ein Verdienst der dort erst kürzlich abgeschlossenen, notwendigen Infrastrukturmaßnahmen im alten Ortsteil, die augenscheinlich zu einer deutlichen Aufwertung geführt haben und sich wohl eindrucksvoll auch für Außenstehende erschließen. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an den Wasser-, Kanal- und Straßenbau in der Hohlstraße, der Beunegasse, Rathausgasse, Brunnengasse und im Brühlweg einschließlich der Erneuerung der Ortsdurchfahrt Anfang 2000 und der Rathaussanierung.

Zum Schmunzeln eine Momentaufnahme von Otterbach, wo die Referenten kaum Autoverkehr feststellten und dazu ergänzten: „zwischen einem Traktor und einem Bus, aus dem nur ein Kind ausgestiegen ist, lagen 7 min. 31 sek. Wartezeit, der Traktor kam nach 22 min und 14 sek. zurück“. Vogelgezwitscher habe man gehört und sogar auf 500 Meter Entfernung Zettel rascheln, die aus einem Briefkasten genommen werden. Auch nur eine Momentaufnahme ergab sich schließlich in Bezug auf Rülfenrod, wo die Interviewer zu dem Eindruck kamen, dass die Menschen eher wenig Lust hatten weiter zu helfen, zurückhaltend seien und wenig Zeit hätten. Sie würden alle in ihren Häusern sitzen -  die Stimmen habe man durch die geöffneten Fenster gehört.

Im Rahmen dieser Analyse wurden Kommunalvertreter/innen befragt, aber auch Vertreter/innen von Vereinen, Jugendinitiativen, Burschenschaften, ebenso wie Kinder/Jugendliche (bis 25 Jahre), Erwachsene (26-64 Jahre) und Senior/innen (ab 65 Jahre). Im Rahmen dieser Befragungen gab es entsprechende Fragen, die sich natürlich auf die jeweiligen Altersstrukturen bezogen und sich vor allem mit dem persönlichen Empfinden zum „Ist-Zustand“, auf Perspektiven und Wünsche ebenso bezogen, wie auf Erwartungen in der Zukunft. Mit der Einteilung in Altersklassen bei den Befragten und entsprechend zielgerichtete Fragen konnten so im Rahmen der Auswertung Schwächen und Stärken in den Dörfern ebenso erkannt werden, wie Risiken, Chancen, Ideen und Wünsche. Einige dieser Kernfeststellungen, aufgeteilt in verschiedene Kategorien, wurden im weiteren Verlauf von den Referenten präsentiert.

Danach möchte die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen in ihren Dörfern bleiben oder später wiederkommen. Einige machten Bleiben oder Gehen von Jobaussichten abhängig, wenige sagen: Auf keinen Fall bleiben. Die Mehrheit der Erwachsenen möchte bleiben, viele sind im Dorf aufgewachsen und fühlen sich damit verbunden, einige sind wegen Heirat oder Ruhebedürfnis zugezogen. Nur wenige möchten danach wegziehen oder würden lieber woanders wohnen wollen. Die absolute Mehrheit der Senioren möchte danach in den Dörfern bleiben, viele sind dort aufgewachsen und fühlen sich mit ihrem Dorf verbunden. Nur einer würde gerne wegziehen, wenn er die Möglichkeit dazu hätte. Was auffällt bei den Auswertungen bezogen auf Einschätzungen bei Schwierigkeiten und Schwächen in fast allen Alterskategorien ist die offenbar fehlende Integrationsfähigkeit zugezogener Bürger und damit auch einhergehend eine als fehlende empfundene Nachbarschaftshilfe und –unterstützung. Immer wieder angeführte wurde offenbar das fehlende Freizeitangebot, aber auch schlechte Spielplätze und nicht angebotene Ausbildungsplätze, was die Jugend zum Verlassen der Orte zwinge. Daraus folgt fast zwingend auch die Feststellung, dass sich die Jugend bei der Dorferneuerung mehr einbringen müsse. Schließlich wird auch immer wieder die mangelhafte Anbindung verschiedener Orte an die öffentlichen Verkehrsmittel angeführt, ebenso wie die fehlenden Einkaufs- und Versorgungsmöglichkeiten.

Es gibt aber auch hoffnungsvolle Einschätzungen in Bezug auf die vorhandenen Stärken, wobei dort immer wieder die Vereinsaktivitäten, die Strukturen von Jugendgruppen, der Zusammenhalt bei der Jugend und auch die gewachsenen Dorfgemeinschaften angeführt werden. Engagement bei Initiativen, bei Eigenleistungen und Förderung des Miteinander wurden immer wieder genannt. Darüber hinaus auch das generationsübergreifende Verhältnis zwischen Jung und Alt und vor allem auch eine besondere Stärke auf dem Land, die schöne Landschaft, die Natur und die saubere Luft.

Die Analyse sieht in ihrem Ergebnis erfreulich viele Chancen, die sich bieten und mit deren Aufgreifen ein weiterer Rückgang der Bevölkerung zumindest gestoppt werden könnte. Es gibt viele Ideen und auch Wünsche, wobei die Schaffung von Einkaufsmöglichkeiten eine Option ist, bei der es aber die Bevölkerung selbst in der Hand hat ob diese Option auch erfolgreich wird. In der jüngsten Vergangenheit gab es diesbezüglich privates Engagement, aber wenn die Bürger „ihre“ Läden vor Ort nicht unterstützen können diese auf Dauer nicht überleben. Nur jammern und sich über fehlende Einkaufsmöglichkeiten beschweren ist allein nicht ausreichend – es bedarf dann auch eines gewissen Umdenkens in eingespielten Handlungsweisen. Dieses Umdenken wird in allen Altersklassen notwendig werden, entsprechende Initiativen erfordern dann aber auch politische Unterstützung, die heute noch nicht überall zu finden ist.

Gleichwohl sind dabei nicht alle erkannten Chancen und geäußerte Wünsche realisierbar, aber die Bürger werden es wohl vielfach selbst in der Hand haben alte Strukturen zu verändern und gemeinsam mit den politisch Verantwortlichen das Leben in den Dörfern attraktiv und damit lebenswert für zukünftige Generationen zu gestalten. 

Bereits zu Beginn des Vortrages war deutlich darauf hingewiesen worden, dass alle Ergebnisse nicht repräsentativ sein können und lediglich eine Momentaufnahme darstellen. Die Befragungen vor Ort wurden im August 2011 durchgeführt und es konnten natürlich nur zufällig angetroffene Bürger auch tatsächlich befragt werden.

Positiv wertete am Ende Silvia Lukas den auffällig hohen Prozentsatz von Jugendlichen, die gerne in den Dörfern bleiben wollen. Dies sei gegenüber den anderen Umfragen und Erhebungen im Vogelsbergkreis deutlich besser und biete somit entsprechende Chancen, wenngleich natürlich alle Umfrageergebnisse nicht repräsentativ seien. Lobend  hob sie gegenüber anderen Kommunen das Vorhandensein von zahlreichen Räumlichkeiten für die örtliche Dorfjugend hervor – dies sei beispielhaft und Spitze im Kreisgebiet. Bürgermeister Bott schließlich machte am Ende deutlich, dass die Umfrage auch klar gemacht habe, dass es Defizite in der Wahrnehmung der Bevölkerung gebe. So habe man beispielsweise in allen Ortsteilen Dorfgemeinschaftshäuser, in 5 von 7 Ortsteilen jeweils eigene Jugendräume und auch Spielplätze. Darüber hinaus sei auch die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr in allen Ortsteilen vorhanden, gleichwohl sprachen viele Interviewte immer wieder nur von Schulbussen. Gerade diese Busse seien aber auch Teil des ÖPNV und damit für jedermann zu nutzen. Es gebe wohl noch viel Öffentlichkeitsarbeit zu leisten, um besonders auch bereits vorhandene Verbesserungen hervorzuheben und entsprechend bekannt zu machen. Beispielhaft hierfür nannte er auch die seit Dezember 2011 geänderte Taktung auf der Vogelsbergbahn, wo jetzt sowohl Ehringshausen wie auch Burg- und Nieder-Gemünden jeweils tagsüber im Stundentakt bedient würden, was gegenüber dem 2-Stundentakt vorher eine erhebliche Verbesserung im ÖPNV für Gemünden bedeute.

Neubürger Begrüßung

Das Foto zeigt die Neubürger mit Mama und Papa, soweit sie der Einladung gefolgten waren, sowie Bürgermeister Bott, Karin Horst und Kindergartenleiterin Anita Geißler. (Foto: ek).

Gemünden/Nieder-Gemünden (ek). Die jüngsten Bewohner der Gemeinde hatte Bürgermeister Lothar Bott am Dienstagnachmittag im gemeindlichen Kindergarten zu Gast. Hintergrund dieser Zusammenkunft ist ein entsprechender Beschluss der Gemeindevertretung aus dem Jahr 2009, wonach jedem Neugeborenen ein kleines Willkommenspräsent der Gemeinde überreicht werden soll. Inzwischen ist dies die vierte Veranstaltung dieser Art, wobei man diesmal erstmals die Kinder mit ihren Eltern im kommunalen Kindergarten begrüßen konnte. Diesen Ort habe man bewusst gewählt, wie Bürgermeister Lothar Bott bei der Begrüßung betonte, sei doch der Kindergarten jener Bereich, den die Kinder aller Voraussicht nach in absehbarer Zeit gemeinsam besuchen werden. Darüber hinaus möchte man damit auch den Eltern eine erste Möglichkeit bieten ungezwungen die Räumlichkeiten des Kindergartens und das entsprechende Angebot der Gemeinde bei einem ersten Besuch näher kennenzulernen.   
Bürgermeister Lothar Bott, die Verwaltungsangestellte Karin Horst und die Kindergartenleiterin Anita Geißler begrüßten die Mütter, Eltern, beziehungsweise Großeltern in einer lockeren Runde in entspannter Atmosphäre. Bott machte im Rahmen einer kleinen Begrüßungsrede deutlich, dass die Kinder die Zukunft der Gemeinde seien. Die Entwicklung der Geburtenrate in den letzten Jahren stimme nicht unbedingt positiv, die Zahlen seien Jahr für Jahr zurückgegangen. Mit der erfreulichen Entwicklung im Jahr 2010 auf 20 Geburten im Verlaufe von 12 Monaten konnte man wieder etwas optimistisch in die Zukunft blicken. Diese Entwicklung setzte sich erfreulicherweise im ersten Halbjahr 2011 fort, wo man sogar 14 Geburten in einem halben Jahr habe verzeichnen können. Im zweiten Halbjahr 2011 waren es dann noch fünf Neubürger, denen am Dienstag die besondere Aufmerksamkeit galt.  Bott dankte den jungen Eltern für die Bereitschaft in heutiger Zeit Verantwortung für Kinder zu übernehmen und wünschte ihnen mit ihrem Nachwuchs viel Freude. Der Bürgermeister verwies auf den Ursprung dieser Übergabe von Begrüßungsgeschenken und erinnerte an den entsprechenden Beschluss der Gemeindevertretung. Dem entsprechend gab es für jedes Baby 50 Euro von der Gemeinde, sowie ein Badetuch mit aufgesticktem Wappen und Schriftzug der Gemeinde.
Neue Bürger der Gemeinde Gemünden in den letzten sechs Monaten des letzten Jahres sind Lia Marie Quindt, Chales Kolytamwong, Josua Schmidt (fehlte – Präsent wird später überreicht), Felix Herzberger und Anna-Lena Griesler.

JHV Kegelclub „Alle Neun“ Burg-Gemünden

Von links: Vorsitzender und Gewinner des Junioren-Vereinspokals Reinhard Jux, Wolfgang Ruckelshauß, der für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt wurde Gewinner des Senioren-Vereinspokals, Richard Karl

Gemünden-Burg-Gemünden (eva).  Am vergangenen Samstag trafen sich die Mitglieder des Kegelclubs „Alle Neun“ in den Räumen der Kegelbahn im „Burgstübchen“ in Burg-Gemünden zur Jahreshauptversammlung, in deren Mittelpunkt unter anderem die Auszeichnung der Vereinsmeister und der Vereinspokalgewinner und die Ehrung für 50-jährige Mitgliedschaft von Wolfgang Ruckelshauß stand.   
Den Vereinspokal bei den Senioren errang zum wiederholten Male Richard Karl, der sich mit insgesamt 896 an die Spitze setzte, gefolgt von Siegfried Bausch mit 620 Holz auf Platz zwei und Wolfgang Ruckelshauß mit 535 Holz auf dem dritten Platz.
Bei den Junioren lag, ebenfalls wie schon in den Vorjahren, der Vorsitzende Reinhard Jux mit insgesamt 719 Holz auf dem ersten Rang,  gefolgt wiederum von Richard Karl, der bei den „Jungen“ mitgekegelt hatte,  mit 687 Holz  und Armin Bausch mit 679 Holz.  
Rückblickend auf die Tätigkeiten im abgelaufenen Jahr erwähnte Vorsitzender Reinhard Jux neben dem Preiskegeln im April, bei dem Andreas Stein als bester Kegler hervorging, auch die im Oktober stattgefundene vereinsinterne Meisterschaft, die, wie auch im Jahr zuvor, Vereinsmitglied Norbert Knöß für sich entscheiden konnte und darüber hinaus auch mit neun Neunern bei insgesamt 40 Wurf überzeugend „Neunerkönig“ wurde.
Am 11. Dezember hatte erstmals eine Adventsfeier verschiedener Ortsvereine in Burg-Gemünden stattgefunden, bei dem sich der Kegelclub mit dem Betreiben der Würstchenbude beteiligt  hatte. Da die Veranstaltung von der Dorfgemeinschaft gut besucht wurde, sei auch für das laufende Jahr eine solches Dorffest in der Adventszeit vorgesehen.
Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde die Jahresrechnung vom Kassenwart Richard Karl vorgetragen. Norbert Knöß und Arno Philippi  hatten  die Kasse geprüft und bescheinigten eine ordnungsgemäße Kassenführung, so dass der Entlastung des Vorstandes nichts entgegenstand. Zum neuen Kassenprüfer wurde neben  Arno Philippi, Klaus Ruppel gewählt.
Für das laufende Jahr, so Vorsitzender Reinhard Jux, steht am 14. April  wieder das traditionelle vereinsinterne Preiskegeln, am 29. September  die Vereinsmeisterschaft und am ersten Advent die Teilnahme an den Burgmeisterschaften auf dem Programm. Darüber hinaus ist der Kegelclub „Alle Neun“ am 23. Juni Ausrichter der Burg-Gemünden Feier mit Feuer  zur Sommersonnenwende.

Irrwege der Gedanken“ Bilder und Zeichnungen in der Ohm-Apotheke ausgestellt

Gemünden-Nieder-Gemünden (eva).     „Irrwege der Gedanken“ ist das Motto der Bilder und Zeichnungen, von Matthias und Marianne Böhm aus Nieder-Gemünden, sowie von Michelle und Marc-Leon Keller aus Büßfeld,  die seit ein paar Wochen im Vorraum der Ohm Apotheke in der Bahnhofstraße in Nieder-Gemünden ausgestellt sind.  
Hauptinitiator der Aktion ist Matthias Böhm, der durch die fortschreitenden Spätfolgen einer im Kindesalter nötig gewordenen Operation am Kopf, linksseitig spastisch gelähmt ist. Da Marianne Böhm gerne malt, hat sie unter anderem auch Matthias schon von Kind auf  zum Malen angeregt.
Für Matthias ist das Zeichnen und Malen eine Möglichkeit sich auszudrücken und gemeinsam im Familienkreis mache dies noch mehr Spaß.   
Da die Gedanken im Kopf ja nicht immer so seien, wie man sie gerne haben möchte, sei die Idee entstanden zu versuchen, diese „Irrwege der Gedanken“ einmal bildlich darzustellen.
Bei der Erzählung über die Entstehung der Bilder, strahlen die Augen von Matthias Böhm, der im letzten Frühjahr mit Hilfe seines Bruders und des DRK Kreisverbandes Alsfeld mit dem Aufruf: „Erdbeben und Tsunami in Japan - Matthias Böhm aus Nieder-Gemünden bittet um Geldspenden“, erfolgreich eine Spendenaktion ins Leben gerufen hatte, ganz besonders.
Habe man erst einmal das Thema ausgewählt, dann kämen die Ideen ganz von selber.  So seien in die  Bilder auch Gedanken an Erlebtes vom letzten Jahr und so auch an den vergangenen Urlaub eingeflossen. „Mann kann so viel drin sehen in den Bildern“, meint Michelle.
Da sie alle selber so viel Freude an der bunten Vielfalt gehabt hätte, sei die Idee zum Ausstellen der Bilder gekommen, um sie „den Leuten“ auch zugänglich zu machen.
Das es zu schwierig war Matthias, der ja an den Rollstuhl angewiesen ist, mit den ausgestellten Bildern in der nur durch eine Treppe erreichbare Apotheke in Nieder-Gemünden zu fotografieren, präsentierten  Matthias, Michelle und Marc-Leon die Bilder auch nochmals bei einem Fototermin bei Matthias zu Hause.
Seitens der Apotheke sei man der Bitte zur Ausstellung der Bilder gerne nachgekommen, meinte  Apotheker Nils Deubel auf Anfrage.  

Erster Seniorennachmittag der Kirchengemeinde Nieder-Gemünden im Jahr 2012

Pfarrer Thomas Schill dankte dem Organisationsteam: von links auf dem Bild: Pfarrer Schill, Irmgard Fink, Erika Müller, Ingrid Stein, Anni Schilhan, Margot Karl und Helga Fiedler.

Gemünden-Nieder-Gemünden (eva).  Gedanken zur  Jahreslosung 2012,  Jesus Christus spricht: Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“, 2. Korinther 12,9, war das Thema der Andacht von Pfarrer Thomas Schill zum ersten Seniorennachmittag der Kirchengemeinde Nieder-Gemünden, Elpenrod, Hainbach und Otterbach, zu dem sich in der vergangenen Woche wieder zahlreiche Besucher im Gemeindehaus in Nieder-Gemünden eingefunden hatten. Wer kenne sie nicht, Menschen, die auf den unterschiedlichsten Ebenen immer einen Tick besser seien als man selber. Auch wenn man sich noch so abmühen würde, ziehe man, wenn man sich mit diesen Menschen vergleiche, oftmals den Kürzeren und gleichzeitig würden einem die eigenen Schwächen besonders vor Augen treten. Die Bibel aber lege hingegen dar,  dass Gott für große Aufgaben gerade die Schwachen erwähle. Da sei zum Beispiel Mose, der sich selber für keinen guten Redner hielt und Gott ausgerechnet ihn zum Führer über sein Volk ernannt habe, oder auch Paulus, der von Wandermissionaren belächelt worden sei, weil er ihnen durch sein körperliches Leiden als Missionar nicht geeignet erschien. Ihnen habe Gott zugesprochen, dass er ihre Schwachheit mit seiner Kraft füllen werde. Gottes Wirken werde an ihnen besonders sichtbar, denn weder Mose noch Paulus hätten aus eigener Kraft so agieren können. Daher gelte die  Zusage „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“, die Jesus Paulus gegeben habe auch heute für die Menschen. „Denn“, so Schill, „wir müssen bei unserer Schwachheit nicht stehen bleiben. Gott will uns gerade in herausfordernden Momenten beistehen und uns mit seiner Kraft ausstatten. Wir müssen ihn nur lassen“.  

Im weiteren Verlauf des Nachmittages unterhielten vor und nach dem Kaffeetrinken,  die Sänger der Männergesangsgruppe „Alte Säcke“ unter der musikalischen Leitung von Ewald Wilhelm,  die Senioren  mit  den Gesangsstücken: „Ännchen von Tharau“, „Dort wo die klaren Bächlein rauschen“, „Jeder Tag ist ein Geschenk“, Wir kommen wieder“ und auf Wunsch der Gäste das „Hessenlied“.  Wie immer fanden die „Alten Säcke“ mit ihrem harmonischen Gesang, der auch zum Mitsingen animierte, bei dem dankbaren Publikum großen Anklang und ernteten dementsprechend viel Applaus für ihre Darbietungen.

Darüber hinaus strapazierte Emmi Magel aus Elpenrod mit einigen vergnüglichen Anekdoten aus dem Leben des allseits bekannten „Bürgermeister von Meiches“  die Lachmuskeln der Besucher und natürlich  fehlten auch bei diesem Seniorentreffen wiederum die von Erika Müller, Helga Fiedler und Irmgard Fink, die teils in Mundart vorgetragenen Geschichtchen, Anekdoten und Sketche nicht. So riet Irmgard Fink mit passenden Ratschlägen unter anderem das Leben positiv zu betrachten und gemäß dem Zitat von Paul Gaugin:  „Die große Herausforderung des Lebens liegt letztlich darin, die Grenzen in dir selbst zu überwinden und so weit zu gehen, wie du dir es niemals hättest träumen lassen“, auch Neues zu wagen und mit der kleinen Geschichte  „Mal was Nettes“ schilderte sie, wie Menschen von einmal erhaltenen  Nettigkeiten ein Leben lang zehren können.

In einem passenden Sketch führten Helga Fiedler und Irmgard Fink vor wie schwierig es sein kann bei Sprach- und Verständigungsschwierigkeiten ein Hotelzimmer in einem anderen Land zu buchen und gemeinsam mit Erika Müller gab Irmgard Fink  während eines munteren Dialogs einen Einblick wie sich Männer in einer „Stammtischrunde“ mit Prahlereien gegenseitig hoch- oder verschaukeln können.

Von der Zeit, als die Spinnstube in den Dörfern noch aktuell war, wusste Helga Fiedler einiges zu berichten, während Erika Müller die Gäste mit einigen Stilblüten aus Versicherungserklärungen amüsierte und Lothar Schwenk in dem in Frankfurter Dialekt vorgetragenen Gedicht „Das Würmche“, Ratschläge zur Aufbewahrung der zum Angeln benötigten Köder gab und in einem weiteren Vortrag  den Gästen einen Einblick in natürlich entstehende Kuriositäten gab, wolle man eine hundertprozentige Emanzipation, egal, ob für Frauen oder Männer, erreichen und er riet deshalb dazu, immer ein gutes Ausgangsmaß beim Thema Gleichberechtigung zu behalten.

Für ordentlich Bewegung im Saal sorgte Irmgard Fink, als sie  im Rahmen des Spiels „Die Busfahrt“, alle Anwesenden  erfolgreich zur aktiven Teilnahme animierte und zum Schluss auch noch mit der bis zum nächsten Seniorentreffen zu lösenden Rätselfrage: „Wie stelle ich durch Rechnung die Zahl 1000 aus acht Achten zusammen?“ zum „Gehirnjogging“   anregte. Sie erläuterte dazu noch, dass zum Erreichen des Ergebnisses mit den „acht Achten“ von Malnehmen, Dividieren, Addieren oder Subtrahieren, alles erlaubt sei.

Besonderes Dankeschön an das Organisationsteam der Seniorennachmittage

Wie immer zum Jahresanfang,  sprach Pfarrer Schill an Helga Fiedler, Irmgard Fink, Margot Karl, Erika Müller, Anni Schilhan und  Ingrid Stein,   seinen Dank für die verlässliche  Mithilfe bei der Organisation, Vorbereitung, Gestaltung  und der Bewirtung  der Seniorennachmittage aus und überreichte als Anerkennung allen ein Buch mit dem Titel:  „So lange der Himmel besteht – Worte der Zuversicht“.    

Der nächste Seniorennachmittag der Kirchengemeinde Nieder-Gemünden / Otterbach, Elpenrod und Hainbach findet  am Mittwoch, 1. Februar 2012, wieder im Gemeindehaus in Nieder-Gemünden statt.

Fertigstellung Brücke "Brühlsteg" Nieder-Gemünden

(Foto: ek)

Gemünden/Nieder-Gemünden (ek). Im Rahmen eines Ortstermins erfolgte am Mittwochnachmittag die Abnahme der neuen Brücke über die Felda, den sogenannten „Brühlsteg“. Neben Vertreter der beteiligten Baufirma waren auch Bürgermeister Lothar Bott und Iris Rohrbach vom Bauamt der Gemeinde vor Ort. Mit der nun erfolgten Fertigstellung, so Bürgermeister Bott auf Nachfrage, stehe die Brücke ab sofort ihrer bestimmungsgemäßen Nutzung als Fuß- und Radfahrerquerung zur Verfügung. Gleichwohl soll die formelle Einweihung des neuen „Brühlstegs“ erst im Jahr 2012 in Form eines „Brückenfestes“ mit der Bevölkerung gefeiert werden. Einen diesbezüglichen Termin wird der Ortsbeirat zu gegebener Zeit festlegen und rechtzeitig bekannt machen. Auf Nachfrage bestätigt der Bürgermeister die Einhaltung des vorgegebenen Kostenrahmens für das Bauprojekt, welches haushaltstechnisch komplett im gemeindlichen Haushalt 2011 eingestellt ist. Gekostet hat die neue Brücke 275.000 Euro, wobei knapp 209.000 Euro seitens des Landes Hessen als Zuschuss zur Verfügung gestellt wurden. Hintergrund für diesen Zuschuss ist die Tatsache, dass der „Brühlsteg“ ein wichtiges Bindeglied im Rahmen des Radwegenetzes in Hessen und hier des „R6“ ist, so dass aus dem entsprechenden Fördertopf des Landes diese beachtliche Summe ausgezahlt wurde.

Die neue Brücke ist in ihrer Auslegung für eine Tragkraft von 12 Tonnen konstruiert, so dass auch Versorgungsfahrzeuge im Bedarfsfalle die neue Querung befahren können. Gleichwohl bleibt die Brücke aber für den allgemeinen Kraftfahrzeugverkehr gesperrt, was auch bereits für den alten „Brühlsteg“ galt und  was mit entsprechenden Verkehrszeichen ausgeschildert wird. Im Rahmen der Verkehrsfreigabe unterstrich der Bürgermeister zudem, dass neben dem Kostenrahmen auch die Bauzeit entsprechend der Vorplanungen eingehalten werden konnte. Schließlich sei die Brücke jetzt optimal an die vorhandene Wegeführung angebunden worden. Hinzu käme, dass durch ein rund einen Meter breiteres Lichtprofil ein verbesserter Wasserdurchfluss ermöglicht wurde. Gleichwohl müsse man aber in Bezug auf mögliche Hochwasser bedenken, dass die größere Abflussgeschwindigkeit an der neuen Brücke ihre Grenzen durch den engen Durchfluss an der nur 100 Meter weiter befindlichen Eisenbahnbrücke findet. Was letztendlich bedeutet, dass es auch zukünftig an diesem Nadelöhr bei entsprechenden Starkregenereignissen und oder Schneeschmelze zu Hochwasser im festgestellten Überschwemmungsgebiet des Auenbereiches kommen wird, wobei die Ursache dann aber nicht beim „Brühlsteg“ gesucht werden kann.

In großem Maße verärgert zeigten sich die Anwesenden, allen vorweg Bürgermeister Lothar Bott über „hirnlose Zerstörungswut“ bisher unbekannter Täter, die an sieben von den insgesamt 11 neu gepflanzten Erlen die Spitzen abgebrochen haben. Durch diese mutwillige Zerstörung treffen die Täter einzig und allein den Steuerzahler und damit alle Bürger der Gemeinde. Die standortgerechten Bäume wurden in den Bereich zur Bodenfestigung, aber auch als Ersatz von Bäumen die der Baumaßnahme weichen mussten, gepflanzt und sind im Paket der Gesamtbaumaßnahme enthalten. Im kommenden Frühjahr, so wurde vor Ort besprochen, erfolgen noch einige Kleinarbeiten, die aktuell auf Grund der Witterung nicht mehr durchgeführt werden können. Schließlich kommen noch bauliche Maßnahmen hinzu, die verhindern werden dass die Brücke von Pkw’s befahren werden kann. Schilder allein, so musste man feststellen, halten unvernünftige Autofahrer nicht fern. Ein solches Schild wurde sogar, obwohl bereits aufgestellt, von Unbekannten wieder herausgerissen und ins Wasser geworfen.