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Anschluss an Nieder-Ohmen fixiert



Gemünden/Nieder-Gemünden (ek). Es waren lange fünf Jahre, unzählige Gespräche, vorbereitende Verhandlungen und die erforderlichen Beschlüsse aller beteiligten Gremien, die letztendlich am vergangenen Dienstag durch Unterzeichnung einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zu einem positiven Abschluss gebracht werden konnten.

Das Foto zeigt v.l.: Bürgermeister Andreas Sommer – Mücke, Bürgermeister Lothar Bott – Gemünden, Sabine Bork – Abwasserverband Ohm-Seenbach, Eckhard Kömpf, 1. Beigeordneter Gemeinde Gemünden, Frank Ide, Bürgermeister – Grünberg.

Die Abwasserreinigung der beiden größten Gemündener Ortsteile Burg- und Nieder-Gemünden kann nun völlig neu ausgerichtet werden. Beide Ortsteile werden zukünftig an die moderne Kläranlage des Abwasserverbandes Ohm-Seenbach in der Gemarkung Mücke/Nieder-Ohmen angeschlossen. Die Gemeinde Gemünden wird dann in der Folge ihre Kläranlage in der Gemarkung Nieder-Gemünden stilllegen und die Abwässer durch eine neu zu erstellende Druckleitung in die Kläranlage bei Königsaasen leiten. Schon vor Jahren hatten die ersten Überlegungen dazu in den politischen Gremien von Gemünden begonnen, wusste man doch frühzeitig, dass eine Ertüchtigung der eigenen Kläranlage in der Gemündener Gemarkung notwendig werden würde. Die umfangreichen gesetzlichen Vorgaben der Landespolitik würden weitreichende und kostenintensive Umbaumaßnahmen erfordern. So war es mit Blick auf immer wichtiger werdende, interkommunale Zusammenarbeit nur logisch, dass man sich in Gemünden nach anderen Möglichkeiten umschaute. Eine Abwasserklärung in den Anlagen von Homberg oder eben bei Nieder-Ohmen waren zwei Möglichkeiten, von denen letztendlich die Variante mit dem Abwasserverband Ohm-Seenbach nach einer Kostenermittlung als die kostengünstige Lösung favorisiert wurde. Es folgten intensive Verhandlungen, der Beitritt zum Abwasserverband selbst wurde geprüft, aber letztendlich verworfen. Am Ende war es eine umfängliche, vertragliche Vereinbarung, juristisch geprüft und von allen beteiligten Gremien beschlossen, die nun am Dienstag im Rathaus von Nieder-Gemünden von allen Vertragspartnern unterzeichnet werden konnte.

Das Gemündener Parlament hatte, nachdem die Verbandsversammlung des Abwasserverbandes bereits über die Annahme entschieden hatte, wenige Tage zuvor als letztes zustimmungspflichtiges Gremium dem Vertragswerk zugestimmt, so dass die Bürgermeister Frank Ide (Grünberg), Andreas Sommer (Mücke), Lothar Bott (Gemünden) und Eckhard Kömpf (1. Beigeordneter Gemünden) mit ihren Unterschriften ein neues Kapitel der Abwasserentsorgung für Gemünden besiegeln konnten. Alle Beteiligten unterstrichen nochmals die große Bedeutung dieser weitreichenden Entscheidung und die damit einhergehende, zukunftsweisende Abwasserreinigung für mehr als die Hälfte der Gemündener Bürger. Hervorgehoben wurde ferner die auf vielen Bereichen immer wichtiger werdende, interkommunale Zusammenarbeit, durch die auch kleine Kommunen in die Lage versetzt werden gesetzliche Verpflichtungen zu erfüllen. Bürgermeister Bott verwies auf die vielen positiven Aspekte dieser vertraglichen Vereinbarung, die für Gemünden zwar auch kostenintensiv werde, aber bei weitem die günstigste Lösung aller Möglichkeiten darstelle.

Für Gemünden bedeutet dieser Schritt nun, dass die Planungen für den anstehenden Bau der Abwasserdruckleitung von Gemünden bis zur Kläranlage bei Nieder-Ohmen anlaufen können, wie Bürgermeister Bott abschließend betonte. Dieses Vorhaben werde in den kommenden Monaten anstehen, bevor dann in der Folge der eigentliche Bau der Leitung erfolgen kann.