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Eine Spurensuche im Rahmen der Gemündener Ferienspiele



Naturdetektive im Einsatz

GEMÜNDEN (pm). Wer hat hier geknabbert und horch‘ mal wer da spricht? Fünf Kinder trafen sich am letzten Donnerstag im Rahmen der Gemündener Ferienspiele, um auf diese und weitere Fragen eine Antwort zu finden. Gemeinsam mit Geo- und Naturparkführerin Andrea Albert begaben sie sich auf eine interessante Entdeckungstour durch Feld und Wald.

Fährten und Spuren richtig zu lesen und zu deuten, ist eine von vielen Menschen fast verlernte Fähigkeit. Dabei ist es gar nicht so schwierig, wenn man die typischen Merkmale kennt. Anhand von mitgebrachten Tierspuren lernten die Kinder zunächst, welche verschiedenen Arten es davon gibt. Denn neben Fährten sind es auch Federn, Haare, Fraßspuren oder Verdauungsreste, welche die Anwesenheit von Tieren verraten. Auch Behausungen wie Nester oder Erdlöcher verraten, welche Tiere in diesem Gebiet leben.

Danach gingen die kleinen Detektive selbst auf Spurensuche. Der Erfolg stellt sich schnell ein. In einem großen Baum entdeckten sie ein Vogelhäuschen und erkannten auch gleich, dass unter dem Baum ein Rastplatz für Wildscheine gewesen sein muss. Der Boden rund herum war aufgewühlt und in den getrockneten Exkrementen war ein Hufeindruck zu erkennen. Mit Hilfe eines Büchleins lernten die Kinder, wie sich die Fährten von Wildschweinen, Füchsen oder Eichhörnchen unterscheiden.

Unter Steinhaufen und Baumrinden fanden sie anhand von Kriech- und Schleimspuren jede Menge Hinweise auf die Anwesenheit von Käfern, Raupen, Schnecken und Spinnen. Nach halber Strecke wurde an einem umgelegten Baumstamm eine Pause gemacht und das Forscherprotokoll ausgefüllt. Denn für einen Naturdetektiv ist es wichtig, dass er seine Forschungsergebnisse schriftlich festhält.

Im Wald liefen die kleinen Detektive zur Hochform auf. Es wurde viel entdeckt und gesammelt. Dabei stellten sie schnell fest, dass es in einem Laubwald ganz andere Tierspuren gibt als in einem Nadelwald. Während unter Eichen und Buchen überwiegend Spinnennetze und Schleimspuren zu sehen waren, gab es unter den Fichten jede Menge Fraßspuren an Ästen und Zapfen.

Zu guter Letzt erstellten die Kinder gemeinsam mit Andrea Albert eine Geräuschelandkarte und lernten dabei, dass nicht nur sichtbare Spuren die Anwesenheit von Tieren verraten sondern auch deren Stimmen und Gesänge. Anhand von unterschiedlichen Vogelstimmen konnten sie hören, wo sich der jeweilige Vogel ungefähr befindet und in welcher Stimmung er gerade ist.

Am Ende der Veranstaltung konnte jeder kleine Naturdetektiv mit einer Tasche voller Spuren und Lernmaterial mit nach Hause nehmen. Eine kleine Teilnehmerin sagte: „Das war toll. Ich war schon im letzten Jahr dabei und nächstes Jahr laufe ich wieder mit!“

Text und Fotos: Andrea Albert