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Gemündener Archiv wächst kontinuierlich – ohne ehrenamtliches Engagement nicht denkbar



Gemünden/Burg-Gemünden (ek). Viel zu tun gibt es immer im Gemeindearchiv, das eher zufällig in Burg-Gemünden, im Gebäude der ehemaligen Schule und damit direkt neben den Räumlichkeiten des heutigen DGH untergebracht ist.

Im Vordergrund Roland Albert, links Bürgermeister Bott und daneben Karl Pitzer.

Zug um Zug wurde das Archiv in der Vergangenheit mit moderner Technik ausgestattet, um die dort tätigen Mitarbeiter in die Lage zu versetzen den stetig gestiegenen Anforderungen einer sachgerechten Archivierung entsprechen zu können. Neuste Anschaffung ist ein Scanner mit dem man nun in der Lage ist Bilder und Dokumente schnell und effizient zu erfassen, zu digitalisieren und damit der Nachwelt nachhaltig zu sichern. Damit sei es auch möglich geworden alte Bilder oder Dokumente, die von privaten Personen zur Verfügung gestellt werden zu erfassen und anschließend wieder den Eigentümern auszuhändigen, so betonen Karl Pitzer und Roland Albert, als Leiter und stellvertretender Leiter des gemeindlichen Archives.

Im Rahmen eines Besuches überzeugte sich dieser Tage Bürgermeister Lothar Bott von der Entwicklung im Gemeindearchiv und der dort geleisteten Arbeit. Ohne das ehrenamtliche Engagement und den unermüdlichen Einsatz der inzwischen sechs Archivmitarbeiter seien die dortigen Arbeiten nicht zu leisten. Neben Karl Pitzer und Roland Albert gehören dem Archivteam noch Arno Philippi, Norbert Raitz und Ulrich Kratz an. Darüber hinaus wird die Arbeit seitens der Verwaltung durch Silke Rolshausen unterstützt.

Seitens der Archivare wurde bei dem Besuch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Gemündener Bürger Dokumente und Bilder zum Einscannen und damit zum Archivieren vorbeibringen sollten. Natürlich nehme man gerne auch Unterlagen zum Verbleib im Archiv entgegen. So habe man bereits verschiedene private heimatgeschichtliche Sammlungen gesichtet und diese in einer Art „Geschichtsarchiv“ einsortiert. Immer wieder erstaunt sei man über die große Anzahl interessierter Bürger, was die entsprechenden Zahlen bei den „Archivtagen“, aber auch im Rahmen von Anfragen und persönlichen Vorsprachen belegen. Heimatgeschichte sei ein interessantes Gebiet, welches immer wieder auf Interesse stoße. In diesem Zusammenhang hob Roland Albert hervor, dass man zum einen das offizielle Gemeindearchiv beherberge, in welchem Akten, Pläne und historisch wichtige Dokumente aller ehemaligen selbstständigen Ortsteile und der Großgemeinde archiviert werden. Diese werden einzeln erfasst und beschrieben und können dadurch in dem öffentlich zugängigen Recherchesystem des Landes Hessen „Arcinsys“ recherchiert werden. Eine solche Recherche ist von jedem PC-Arbeitsplatz weltweit möglich – wobei man in dem System nur recherchieren kann. Wenn weitergehende Hilfen erforderlich werden, beispielsweise das Originaldokument einzusehen, dann helfen die Archivmitarbeiter vor Ort gerne weiter.

Darüber hinaus, so Roland Albert weiter, trage man aber auch Bilder, Unterlagen und Dokumente zusammen, die nicht zum offiziellen Archiv gehören, aber unter Umständen für die Heimatgeschichte von Bedeutung sein können. Auch solche Exponate können im Archiv dann eingesehen werden. Schließlich bearbeite man auch zunehmend Suchaufträge von außerhalb, wenn beispielsweise in Bezug auf Ahnenforschung nachgefragt wird.

Ergänzend weisen die beiden Archivare darauf hin, dass das Archiv in Burg-Gemünden generell Dienstags vormittags immer besetzt ist, aber Termine auch jederzeit über die Mitarbeiter vereinbart werden können. (archiv(at)gemuendenfelda.de). In Bezug auf die laufenden Arbeiten betonte Karl Pitzer, dass man derzeit mit Burg-Gemünden und Ehringshausen zwei Gemündener Ortsteile bearbeite und zu Burg-Gemünden bereits 944 und zu Ehringshausen 455 erfasste Akten vorliegen habe. Im Detail bedeutet dies alte Akten zunächst zuzuordnen, sie sehr genau zu beschreiben und damit zu erfassen. Je detaillierter die Beschreibung desto besser die spätere Recherchemöglichkeit. Der nächste Ortsteil, den man bearbeiten wird sei Elpenrod, so Pitzer weiter. Bezüglich der Ortsteile beziehe sich die Erfassung bis zum Ende der Selbstständigkeit und in der Folge dann auf die Gesamtgemeinde. Viel Lob gab es für die ehrenamtlichen Mitarbeiter im Archiv von Außerhalb, insbesondere bei einem Besuch des Leiters vom Stadtarchiv in Gießen gab es viel Anerkennung für das Engagement in Gemünden und den damit einhergehenden hohen Anspruch, den die Mitarbeiter an sich selbst stellen. Pitzer unterstrich, dass ein solches kommunales Archiv von ehrenamtlichem Engagement lebe und damit auch die Qualität davon abhängig sei. Bürgermeister Bott lobte abschließend diese beispielhafte Arbeit und verwies auf die Bedeutung eines gut geführten Archivs für die Bürger der Gemeinde und natürlich auch für die Nachwelt und damit für den Erhalt bedeutender Dokumente und Belege unserer Geschichte. (Foto: ek).