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Lebendiges Gemünden

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Aus der Geschichte der Gemeinde Gemünden (Felda)

Die Gemeinde Gemünden (Felda) entstand im Rahmen der Gebietsreform in Hessen am

31. Dezember 1971 und besteht aus den Ortsteilen Burg-Gemünden, Ehringshausen, Elpenrod, Hainbach, Nieder-Gemünden, Otterbach und Rülfenrod. Es ist ein bereits seit alter Zeit besiedelter Raum. Sein erstes urkundlich festgehaltenes Bestehen wird ins Jahr 770 zurückgeführt und hat mit dem Wirken von Bonifatius zu tun. Die Gemeinde ist am Zusammenfluss von Ohm und Felda gelegen, das auch den Namen Gemünden begründet.

Das Gebiet gehörte zunächst zum Kloster Fulda. Sehr bald ging es vorübergehend als Lehen an die Grafen von Ziegenhain. Auf dem Basaltkegel über der Ohmfurt entstand recht bald „ein festes Hus“ die heute renovierte Burg. Sie wurde zwar von den Landgrafen von Hessen niedergebrochen, aber binnen kurzen wieder aufgebaut. Die Burg hat eine wechselvolle Geschichte. Sie diente als Witwensitz, nachdem sie 1310 in hessischen Besitz überging als Wohnsitz eines Amtmannes, als „Zehntscheune“, als Sitz einer Forstbehörde, als Unterkunft für den ehemaligen Arbeitsdienst und nach dem letzten Krieg als Unterkunft für viele evakuierte und heimatvertriebene Familien. Im Jahre 1975 erfolgte der Verkauf durch das Land Hessen in private Hände. Nieder-Gemünden war von 1311 für die folgenden Jahrzehnte Gerichtsort und Zollstation. Heute noch heißt ein Raum in einem Wirtshaus „Urteilsstübchen“, und die Gemarkungsnamen wie „Galgenberg“ und Schauergerüst“ sind Hinweise auf die ehemaligen Stätten des Scharfrichters. Über Jahrhunderte führten die Dörfer der Gemeinde Gemünden ein geruhsames Leben, ab und zu aufgeschreckt durch das große Weltgeschehen (Reformation, Dreißigjähriger Krieg, Siebenjähriger Krieg u.a.m.), bis im 19. Jahrhundert durch die fortschreitende Industrialisierung die große Wende kam. 1870 begann man mit dem Bau der Eisenbahnlinie von Fulda nach Gießen und von Nieder-Gemünden nach Kirchhain, dann in diesem Jahrhundert der Bau der Autobahn Basel – Berlin, wovon eine erhebliche Strecke durch das Gebiet der Gemeinde führt. Nun siedelten sich auch Firmen in der Gemeinde an, und ihr Gesicht änderte erheblich. Aus ehemals rein landwirtschaftlichen Siedlungen sind Wohnsiedlungen geworden. Heute gibt es in allen Ortsteilen, insbesondere in den größeren, moderne Wohnviertel. Die Gemeinde Gemünden (Felda) bietet ihren Bewohnern neben einer herrlichen Umgebung und Natur (rund 50% der Gesamtgemarkung sind Waldfläche) auch ein Leben mit moderner Bequemlichkeit.