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Lebendiges Gemünden

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Auf dem Weg zum „Zentrum“ von Hainbach, der Kirche, kommt man beim allseits beliebten Backhaus vorbei, das fleißig das ganze Jahr - und nicht nur am Backhausfest am letzten Wochenende im Juli genutzt wird.

Die Kirche wurde um 1589 erbaut, ihre heutige Ausgestaltung erhielt sie nach dem großen Brand in Hainbach im Jahr 1733.

Zuletzt wurde sie 1998 – 2000 vollständig innen und außen saniert.

Bei Frau F. Schmidt kann man mal um den Schlüssel für eine lohnenswerte Besichtigung der wieder freigelegten Bildtafeln im Innern bitten.

Lage, Geschichte und Kultur

HAINBACH ist mit ca. 200 Einwohnern eines der kleineren Dörfer von Gemünden (Felda). Es hat seinen Namen vom gleichnamigen Bach, der oberhalb am Haarbacher Kopf entspringt. Das älteste, noch erhaltene Schriftstück, in dem das Dorf erwähnt wird, ist ein Auszug aus dem Burg-Gemünder Sahlbuch vom Jahr 1582. Die Siedlungsgeschichte der Gemarkung kann jedoch bis in die Bronzezeit  (1800 – 700 v. Chr.) durch zahlreiche Hügelgräber zurückverfolgt werden, die heute jedoch im Wald kaum noch als solche zu erkennen sind.

Wenn auch die Fichten und Kiefern in den Buchenmischwäldern rundum stark durch die Stürme Kyrill und Wibke geschädigt wurden, zeigen die Aufforstungen langsam Erfolg und führen wieder zu dem für den Vogelsberg typischem Landschaftsbild, zu dem auch seit einigen Jahren die Windräder gehören. Hainbach hat, harmonisch in dieser Landschaft eingebettet und vom Hainberg im Westen vor den Winden geschützt, für Einheimische und Gäste sommers wie winters viel zu bieten:

Gleich am Ortseingang von Elpenrod kommend liegt hoch am Hang das aus der alten Schule mit viel Eigenleistung umgebaute und 2010/11 außen und innen sanierte Dorfgemeinschaftshaus (Link zur Rubrik „Dorfgemeinschaftshäuser“), das im Jahr 2011 auf eine hundertjährige Geschichte zurückblicken kann. Dank hervorragender technischer Ausstattung sind gesellschaftliche Veranstaltungen aller Art in ansprechendem Rahmen von 10 bis 120 Personen möglich. Seit 2010 wacht ein „ONKEL OTTO“ über der Theke als Erinnerung an den Wettbewerb „Dolles Dorf 2010“, als sich Hainbach für das Finale qualifizierte und dabei fast alle Einwohner mobilisieren konnte.


Darüber hinaus bietet es in seinem Keller eine Überraschung:
Hinter dieser Türe verbirgt sich eine gut ausgebaute 8-bahnige Schießanlage mit gemütlicher Theke. Sie wird von Ewald Rühl betreut, der auch die Bewirtung organisiert – ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt und über die Großgemeinde hinaus bekannt.


Im „Zentrum“ von Hainbach liegt die um 1589 erbaute Kirche. Ihre heutige Ausgestaltung erhielt sie nach dem großen Brand in Hainbach im Jahr 1733. Zuletzt wurde sie in den Jahren 1998-2000 vollständig innen und außen saniert. Bei Küsterin Frau Frieda Schmidt erhält man den Schlüssel für eine lohnenswerte Besichtigung der wieder freigelegten Bildtafeln im Innern:

Das Dorfbild von Hainbach ist geprägt von meist in Eigenleistung sanierten Fachwerkhöfen und -Häusern, nicht alle liegen an den „Haupt-Straßen“, die in der Ortsbezeichnung Vorder-, Hinter-, Ober- und Untergasse heißen, sondern auch versteckt, z.B. im Eck. Längst sind die Misthaufen zu farbenfrohen Beeten umgewandelt worden und die Hofgestaltung trägt den knapp bemessenen Freizeitaktivitäten Rechnung, was nicht nur den Katzen gefällt.

Aber auch die Neuzeit mit modernen Häusern junger Familien ist nicht zu übersehen. Die bevölkerungsreichste Straße von Hainbach heißt „Am Zollstock“. Sie führt bergauf zum „Sonnenhof“ und in das Wochenend(haus)-Gebiet mit Bewohnern meist aus dem Großraum Frankfurt. „Zoll“ wird nur noch an Fastnacht von den Kindern erhoben.

Da trifft es sich gut, dass gegenüber als Anbau an Gemeinschafts-Gefrieranlage und Feuerwehr-Geräte-Haus der Jugendraum (eigentlich ein Haus der „Habächer Jugend“ ) und dadurch, von der Straße geschützt, der Spielplatz liegen. Die ganze Anlage ist ein eindrucksvoller Beweis für Eigeninitiative, Zusammenhalt und Bürgersinn von Hainbach, die nicht nur in der Kriegs- und Nachkriegsgeneration verankert sind, sondern auch in den heutigen (und kommenden) Generationen vorgelebt und weitergegeben werden. Eindrucksvoller Beweis dafür ist der im Jahr 2005 an die „Habächer Jugend“ verliehene Förderpreis des Landes Hessen für besonderes ehrenamtliches Engagement.  Kinder, heranwachsende Jugendliche und ihre Bedürfnisse werden ernst genommen, aber auch früh in die Verpflichtungen einer lebendigen Dorfgemeinschaft eingeführt. Da braucht einem vor der Zukunft nicht bange sein!!!!