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Vorstände für die Flurbereinigungsverfahren in Gemünden (Felda) gewählt

 

Am 14.12.2015 wurden die beiden Gemündener Flurbereinigungsverfahren „Gemünden – Burg-Gemünden“ und „Gemünden – Ehringshausen“ eingeleitet. Der nächste Schritt war nun die Wahl des Vorstandes der Teilnehmergemeinschaft, welche am 30.05.2016 im DGH in Ehringshausen und am 31.05.2016 im DGH in Burg-Gemünden stattfand. Hierzu hatte das Amt für Bodenmanagement Fulda, Außenstelle Lauterbach, als zuständige Flurbereinigungsbehörde, eingeladen. Die gewählten Vorstände vertreten jeweils die Teilnehmer in den Flurbereinigungsverfahren.

Nach Begrüßung der Teilnehmer durch Bürgermeister Lothar Bott, eröffnete der für das Flurbereinigungsverfahren zuständige Verfahrensleiter Timo Karl vom Amt für Bodenmanagement die Sitzung und gab die Tagesordnung bekannt.

Im Anschluss erläuterte er die Ziele eines Flurbereinigungsverfahrens, wie z. B. die Verbesserung der Produktions- und Arbeitsbedingungen in der Land- und Forstwirtschaft sowie eine Förderung bedeutsamer Infrastrukturmaßnahmen.

Der Verfahrensleiter ging auf den bisherigen Verfahrensablauf und das vorangegange SILEK-Verfahren ein und erklärte den Teilnehmern, dass die Kosten in den Flurbereinigungsverfahren vom Bund, dem Land Hessen und der EU bezuschusst werden. Nur ein geringer Anteil der Kosten, die sogenannte Eigenleistung muss übernommen werden. Hier hat sich die Gemeinde Gemünden (Felda) bereit erklärt, diese zu übernehmen. Dadurch entstehen für die Grundstückseigentümer keine Kosten. Nachdem das Verfahrensgebiet den Teilnehmern anschaulich dargestellt wurde, wurden ihnen die Aufgaben der Teilnehmergemeinschaft sowie des Vorstandes erläutert.

Der Vorstand führt die Geschäfte der Teilnehmergemeinschaft, kann Teilnehmerversammlungen einberufen und steht in engem Kontakt zur Flurbereinigungsbehörde, die ihn laufend über den Fortgang des Verfahrens informiert, ihn zu wichtigen gemeinschaftlichen Angelegenheiten hört sowie zur Mitarbeit heranzieht. Dem Vorsitzenden, der im Anschluss aus dem Vorstand der Teilnehmergemeinschaft heraus gewählt wurde, kommen u. a. die Ausführung der Beschlüsse des Vorstandes und die Vertretung der Teilnehmergemeinschaft gerichtlich und außergerichtlich zu.

Anschließend wurden die Regularien zur Wahl von Vorstand und Vorsitzenden umfassend erläutert und die Wahl des Vorstandes unter Federführung der Flurbereinigungsbehörde konnte durchgeführt werden. Nach einer zügig durchgeführten Wahl wurde der Teilnehmerversammlung schließlich der neue Vorstand präsentiert.

Die gewählten Vorstandsmitglieder für das Verfahren in Ehringshausen sind:

Alexander Diegel, Matthias Georg, Marc Specht, Sonja Seim, Volker Schäfer, Bernd Harres, Edwin Becker, Jürgen Seipp, Günther Rühl, und Claus Dieter Puley.

Als Vorsitzender wurde Volker Schäfer und als sein Stellvertreter Matthias Georg gewählt.

Die gewählten Vorstandsmitglieder für das Verfahren in Burg-Gemünden sind:
Werner Schwing, Karl-Heinz Caspary, Volker Lein, Jürgen Lutz, Gerhard Fleischhauer, Stephan Altvater, Harald Lein, Karl-Albrecht Wagner, Rolf Fischer, Walter Momberger.

Als Vorsitzender wurde Werner Schwing und als sein Stellvertreter Gerhard Fleischhauer gewählt.

Im weiteren Verlauf des Flurbereinigungsverfahrens wird der neu gewählte Vorstand nun intensiv in die anstehenden Planungen eingebunden werden. Auf Grundlage dieser Planungen werden beispielsweise Wegebaumaßnahmen, Gewässerbaumaßnahmen und landschaftsgestaltende Anlagen in Gemünden umgesetzt. Dankenswert ist hier die Bereitschaft der gewählten Vorstandsmitglieder dieses Ehrenamt zu Übernehmen.

 

Marc Specht, Lothar Bott (Bgm), Volker Schäfer (Vorsitzender), Matthias Georg (stellv. Vorsitzender), Edwin Becker, Alexander Diegel-Bräuer, Sonja Seim, Bernd Harres, Jürgen Seipp, Claus-Dieter Puley, Timo Karl (AfB)
Timo Karl (AfB), Karl-Albrecht Wagner, Stephan Altvater, Harald Lein, Werner Schwing (Vorsitzender), Gerhard Fleischhauer (stellv. Vorsitzender), Walter Momberger, Volker Lein, Karl-Heinz Caspary, Jürgen Lutz, Lothar Bott (Bgm), Rolf Fischer

Aufklärungs- und Informationsveranstaltung über die Flurbereinigungsverfahren

Timo Karl vom Amt für Bodenmanagement Fulda informierte im DGH Nieder-Gemünden über die beiden geplanten Flurbereinigungsverfahren Burg-Gemünden und Ehringshausen

Gemünden/Nieder-Gemünden (ek). Annähernd 50 Interessierte waren dieser Tage dem Aufruf des Amtes für Bodenmanagement Fulda gefolgt, sich in einer Aufklärungs- und Informationsveranstaltung über die geplante Einleitung von Flurbereinigungsverfahren für die Gemarkungen Ehringshausen und Burg-Gemünden zu informieren.

Timo Karl vom Amt für Bodenmanagement aus Fulda informierte in einem anderthalbstündigen Vortrag über die Möglichkeiten von Flurbereinigungsverfahren, anschließend bestand die Möglichkeit, Fragen zu stellen. So sollen in den geplanten Flurbereinigungsverfahren die Ergebnisse des SILEK-Prozesses umgesetzt werden, wobei die Schwerpunkte in den beiden Gemarkungen auf der Vergrößerung der durchschnittlichen Flurstücksgröße und der landwirtschaftlichen Schläge liege, die in den beiden Gemarkungen unterdurchschnittlich ausgestattet seien. Ein weiterer Schwerpunkt, so der Referent weiter, liege in der Erneuerung von Wirtschaftswegen, dem Rückbau nicht mehr erforderlicher Wirtschaftswege und der grundhaften Erneuerung von Brückenbauwerken. Zusätzlich sollen Maßnahmen zur Gewässerentwicklung wie Herstellung der Durchgängigkeit, Verbesserung der Gewässerstruktur und Uferrandstreifen umgesetzt werden. Wenn möglich, soll die Gemeinde bei der Ausweisung von Wanderwegen unterstützt werden.

Anhand einer Power-Point-Präsentation stellte Timo Karl im Einzelnen den Ablauf  eines Flurbereinigungsverfahrens vor, wobei angestrebt wird, in den beiden Gemarkungen Flurbereinigungsverfahren nach § 1 FlurbG, sogenannte Integralverfahren, einzuleiten. Ferner wurden von dem Referenten verschiedene Möglichkeiten des Wegebaus und der Brückensanierung gezeigt, ebenso wurden erforderliche Kompensationsmaßnahmen wie Baumpflanzungen oder Saumstreifen vorgestellt. Seitens der Flurbereinigungsbehörde, so war zu erfahren, können Zuschüsse von bis zu 2.500,00 Euro/ha gewährt werden, wobei in Gemünden aufgrund des SILEK ein Zuschusssatz von bis zu 80% gewährt werden könne.

Bürgermeister Lothar Bott betonte, dass die verbleibende Eigenleistung von der Gemeinde Gemünden übernommen werde, da die Gemeinde ein großes Interesse an der Umsetzung der Maßnahmen habe. Seitens des Amtes für Bodenmanagement werde angestrebt, noch in diesem Jahr die Beschlüsse zur Einleitung der beiden Flurbereinigungsverfahren zu erlassen, so der Referent abschließend.